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M i k I o s i c h
gotliischen sonst der Accusaliv niemals das Verhältniss „in Bezug:
auf“ ausdrückt. Auch geht Ulfdas dieser Constructions-Art gerne aus
dem Wege, wie er dadurch beweist, dass er öfter die infinitive Construction
des Urtextes in eine verbale mit der Conjunction „ei, dass“
umwandelt, oder statt des Accusativs der Person den Dativ setzt,
sei es im eigentlich dativen oder im instrumentalen Verhältniss. Im
letzteren Falle folgt er zwar dem griechischen Texte von Wort zu
Wort, allein die Construction wird doch durch die Umwandlung des
Accusativs in einen Dativ eine wesentlich verschiedene und eine
solche, welcher wir auch im neuhochdeutschen ohne grossen Zwang
folgen können, z. B. luc. IS. 25: rathizo allis ist ulbandau thairh
thairko nethlos thairhleithan thau gabigamma in thiudangardja guth
galeithan ivy.oKchrspov ydp sgti xdp.y),ov dicc. rpvp.oOdäg papidog
scgzaBiiv ?; nlovaiov eig rrjv ßocGiAsiuv rov Ssov cIgsaSslv denn leichter
ist dem Kameel (das) durch die Öffnung einer Nadel Durchgehen
als dem Reichen (das) in das Reich Gottes Eingehen; luc. 16. 22:
varth than gasviltan thamma unledin iyivsro di dnod-msiv röv tttcoyäv
es ward aber Sterben durch den Armen; luc. 6.1: varth gaggan
imma thairh atisk iyivsro diaKoptOsG^cu ocvrov dta. rüv GKopip,o>v es
ward Gehen durch ihn durch das Kornfeld. Dagegen hat 1. cor. 7.
26. schon der griechische Text den Dativ: y.cclöv dvSpwxcp r6 ovrug
slvat goth ist mann sva visan gut ist dem Menschen so sein. So
marc. 9. 45: y.a.lov ian goi elgsASsiv stgrriv yjxtkov r, roi>g ovo r.odag
iyovra ßX'ij-9'rjvat äg rr t v yisvvocv goth thus ist galeithan in libain
haltamma thau tvans fotuns habandin gavairpan in gaiainan besser
(gut) ist dir Gehen in das Leben lahm (lahmem) als zwei Füsse habend
(habendem) Werfen (das Werfen = Geworfen- werden) in die
Hölle. Der Umschreibung mit „ei, dass“ bedient sich Ulfdas z. B.
eph. 1. 4: ei sijaima veis veihai jah unvammai eivau rip.äg äyiovg
xai dp.chp.ovg dass wir seien heilig und unbefleckt; 4. 22: ei aflagjaitli
jus thana fairnjan mannan diroSioSou vpäg rdv nalaidv dv-Spomov.
Anders als mit den hier besprochenen graecisierenden Constructionen
des Infinitivs, wo der Accusativ der Person nur ein
Nebenverhältniss ausdrückt, welches wir durch „in Bezug auf“ oder
„betreffend“ umschreiben müssen, verhält es sich mit solchen, wo
der Accusativ der Person, eben so wie der des Infinitivs, vom Verbum
regiert wird. Wenigstens glaube ich nicht, dass Sätze wie: „ich sah
ihn fallen, ich hörte ihn singen, ich hiess ihn gehen, lass mich gehen“