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und galeithan für ein entsprechendes substantivum; luc. 6. 22. varth
than gasviltan tliamma unledin würde gasviltan für ein nicht anders
als aus dem adjectivum svultavairthja zu belegendes svults stehen.
Allerdings finden wir im griechischen Text aller dieser Stellen iyivsro
mit folgendem accusativus cum infinitivo. Die Construction des accusativus
cum infinitivo ist nun freilich dem gothischen durchaus nicht
fremd und findet sich besonders häufig nach qithan, viljan, rahnjan,
auch nach sokjan und munan, nach den impersonalien gadoh ist, mel
ist, goth ist oder vas: aber nach varth, iysvsro, habe ich nur coordinierte
Sätze finden können, die mit jah eingeleitet sind (matth. 9.
10. marc. 2. IS. luc. 2. 15 ; 3. 21; 5. 1; 5. 12; 5. 15. neh. 7. 1.)
oder asyndetisch stehen fmatth. 7. 2S. marc. 1. 9; 4, 4. luc. 1.8;
1. 23; 1. 41; 1. 59; 2. 1; 2. 6; 2. 46; 7. 11.) oder auch mit der
Conjunction ei eingeleitete subordinierte Sätze (luc. 6. 12; 17. 30.):
nur ein Beispiel des accusativus cum infinitivo nach varth ist mir
gelungen aufzufinden: luc. 4. 36. jah varth afslauthnan allans iyivzzo
Sä[xßog kizi nävre/.g. Die oben angeführten Dative mit dem Infinitiv
hält Grimm für eine dem accusativus cum infinitivo gleichartige, mit
demselben gleichberechtigte Construction. „„Offenbarhätte Ulfilas"“,
sagt er, pag. 115, „„luc. 4. 36. setzen können afslauthnanallaimund
6. 1; 6. 22. gaggan ina, gasviltan tliana unledan; aber wie bei dem
absoluten Casus Accusativ und Dativ zulässsig sind, scheinen sie es
auch hier. Auf varth beziehen mag ich den Dativ nicht““ u.s.w. wie oben
pag. 10. Diese Ansicht kann ich unmöglich theilen. Die Construction
des dativus cum infinitivo wäre eine ganz unerhörte; der angeführte
Grund, dass das Entferntstehen des Dativs von varth es unmöglich
mache, ihn davon abhängen zu lassen, kann durchaus nicht Stich
halten, und der Grund, dass der dativus cum infinitivo zulässig ist,
neben dem accusativus cum infinitivo, weil beide Casus absolut stehen
können, eben so wenig; man dürfte dann mit vollem Rechte auch
einen genitivus cum infinitivo erwarten. Man könnte zweifeln, oh
die Construction des accusativus cum infinitivo wirklich echt germanisch
sei, und vermuten, sie sei nur durch strenges Festhalten an
der Ausdrucksweise des griechischen Originals in das gothische
herübergekommen, da an allen den Stellen, wo wir im gothischen
sie antreffen, dieselbe auch im griechischen Text vorliegt, mit Aus,-nähme
von 2. cor. 5. 11, wo im Griechischen das Subject nicht ausdrücklich
gesetzt ist (skmtw öe v.cii ev ras? avveidvssaiv xE<p<x-