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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Uber  den  accusativus  cum  infinitivo.

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infinitivo:  jako  mi  pace  vazradovati  se.  2.  cor.  7.  7.  -sis.)  scheint  nichts
anderes  zu  sein,  als  ein  dativus  cum  infinitivo.  In  keinem  anderen
deutschen  Dialect  die  Spur  einer  solchen  Construction,  wie  sie  auch
im  gotli.  nur  nach  varth  vorkommt.“  Von  der  Gabelentz  und  Loebe
lassen  den  Dativ  in  marc.  2,  23.  von  varth  abhängig  sein,  pag.
248,  249,  ohne  sich  in  eine  Widerlegung  der  Ansicht  Grimm’s  einzulassen. ­

Gotli.  mit  dem  Accusativ.  Wie  das  altslovenische,  so  besitzt
auch  das  gothische  neben  dem  dativus  cum  infinitivo  einen  accusativus ­
  cum  infinitivo,  mit  dem  Unterschiede  jedoch,  dass,  während  die
erstere  Fügung  im  altslovenischen  als  die  Regel  anzuseheu  ist,
im  gothischen  die  letztere  in  der  grossen  Mehrzahl  der  Fälle  eintritt.
Hvana  mik  qithand  mans  visan?  asl.  gleichfalls  mit  dem  Accusativ: ­
  kogo  me  glagoljatt  cloveei  byti?  ostrom.  n'va  pu  liyou<nv  oi  äv-Spajxot
  slvac;  marc.  8.  27.  vgl.  luc.  9.  18.  hva  vileits  taujan  mik
igqis?  cto  hosteta,  da  stvoru  vama?  nicol.  nicht  etwa:  cto  hosteta
mne  stvoriti  vama?  rt  Silsre  xoifiaai  vp.lv;  marc.  10.  36.  thaiei
qithand  ustass  ni  visan  ize  glagoljuti.  ne  byti  vaskreseniju.  nicol.  oirtveg
  ~kiyovGiv  dvaaraoiv  pri  d.vca.  marc.  12.  18.  vgl.  20.  27.  liugjandona
  in  gasinthjam  ina  visan  mnevsa  i  vt  druzine  susta.  luc.  2.  44.
-nicol.  jah  varth  afslauthnan  allans,  asl.  anders:  i  by  uzast  na  vseht.
nicol.  xcä  iysvezo  3d[j.ßog  s?rt  xavrag.  luc.  4.  36.  saei  qatli  ur-riqiza
liuhath  skeinan  reky  is-ttmy  svetu  VLsijati.  sis.  6  üküiv  ix  axozovg
<püg  Aäp2.  cor.  4.  6.  bidjandans,  ni  svarei  anst  guths  niman
izvis  molimt  ne  vt  tLste  blagodett  boziju  prijeti  vamt.  sis.  xa.pa.xa.-Aoöp^£v
  pxrj  Big  xsvdv  rr,y  ydpiv  toO  SsgO  ditiaeSai  vp.äg.  2.  cor.  6.  1.
Gegen  die  Beweiskraft  des  altslovenischen  und  gothischen
dativus  cum  infinitivo  kann  eingewendet  werden,  dass,  so  wie  das
griechische  und  das  lateinische  von  den  Accusativ  regierenden  Verben ­
  ausgegangen  seien,  so  habe  das  altslovenische  und  das  gothische
an  solche  Verba  angeknüpft,  die  mit  dem  Dativ  verbunden  werden:
überall  sei  das  Verbum  des  Hauptsatzes  massgebend  gewesen.  Diese
Deutung  kann  nicht  ohne  weiters  ahgewiesen  werden;  sie  erweiset
sich  jedoch  als  blosser  Schein,  wenn  man  den  altslovenischen  dativus
cum  infinitivo  mit  einer  anderen  Erscheinung  derselben  Sprache  in
Zusammenhang  bringt,  nämlich  damit,  dass  die  sogenannten  abstracten
  Verbalnomina,  d.  i.  jene  Nomina,  welche  von  dem  Participium
praeteriti  passivi  mittelst  des  Suffixes  ije  abgeleitet  werden,  gleich-
            
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