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M i k 1 o s i c h
sehen Sätze, in denen vor dem Infinitiv eine Präposition steht: oüösv
iKpd-^Sr) öia. rö exscvov [xv napEivca, und diejenigen, die durch wäre
eingeleitet werden: frjidicitg xsv ipyäaoaio, wäre ae x’ eig iviavröv
iyjiv. Doch will ich darauf kein allzu grosses Gewicht legen, da ich
wohl weiss, dass die Reihe der an eine Regel sich mittelst der Analogie
anknüpfenden Spracherseheinungen nicht in allen ihren Gliedern
der Regel gleich nahe steht. Diese nach meinem Dafürhalten
unrichtige Erklärung kann füglich nur durch Aufstellung der l-ichti—
gen beseitigt werden.
3. Erklärung aus der Bedeutung des Accusativs.
Der Accusativ drückt aus das Übergehen eines Begriffs auf
den anderen, ein Sich-Beziehen, Sich-Erstrecken auf den andern.
Wenn das regierende verbum sentiendi oder declarandi im Aetiv steht,
so ist der Infinitiv ein Accusativ: cupio drscere wie possum scribere
(Accusativ). Jetzt soll sich das discere auf das Subject „du“ beziehen:
das Lernen von dir, das Lernen deiner; der Ausdruck des Sich-Beziehens,
Sieh-Erstreckens ist aber der Accusativ, also te. Wo im
Deutschen beim Substantiv „das Lernen“ der Genitiv des Subjects,
z. B. „des Schülers“ steht, steht im Lateinischen beim Infinitiv der
Accusativ des Subjectes: Belagerung der Stadt, oppugnari urbem,
belagert werden (gedacht als sich erstreckend, ergreifend) die Stadt.
Steht das regierende Verbum im Passiv, so wird natürlich der Infinitiv
der Nominativ, wie alle Accusative überhaupt. Und so wie im
ersten Fall der accusativus cum infinitivo Object des Satzes war, so
wird er jetzt Subject: undique eoncluditur omnia consilio divino administrari,
das Verwaltetwerden von Allem (gleichsam „alles“ afficierend)
wird geschlossen. Ebenso bei den Redensarten, die mit est
gebildet sind und verwandten: verum est etc.; credibile est hominum
causa factum esse mundum, das Gemachtsein der Welt; auch hier
wird factum afficiert von esse und mit mundum dann als Adjectiv
verbunden. Heideibergische Jahrbücher. 1816. pag. 937—939.
Über diese Erklärung ist wohl nur das eine zu bemerken, dass uns
die Grundbedeutung der Casus unbekannt ist, diese daher nicht zur
Erklärung einer Spracherscheinung dienen kann.