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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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H  ö  f  1  e  r

ich  zu  ihrer  Kenntniss  gelangte,  nachdem  mir  der  Zugang  zum  ehemaligen ­
  hohenzoller'scheu  Hausarchive  der  Plassenburg  versperrt
wurde.  Das  Material  der  andern  zeugt  von  der  Thatsache,  welche
Quellen  für  österreichische  Geschichte  in  Österreich  selbst  sich  vorfinden, ­
  wenn  man  nur  die  Mühe  des  Suchens  sich  nicht  verdriessen
lässt.

A.  Die  Bemühungen  der  Könige  in  Preussen,  Friedrich’s  I.  und
Friedrich  Wilhelin’s  I.,  die  Mainlinie  zu  erlangen.
Die  historische  Gerechtigkeit  verlangt,  dass  ich  bei  Mittheilung
der  nachfolgenden  Erörterung  auf  zwei  Dinge  aufmerksam  mache.
Zuerst,  dass  die  Unterhandlungen  K.  Friedrich’s  I.,  um  in  Süddeutschland ­
  festen  Fuss  zu  fassen,  in  jene  Zeit  fallen,  als  das  Übergewicht ­
  des  Hauses  Habsburg  in  Mittel-  und  West-Europa  entschieden ­
  zu  sein  schien.  Der  combinirte  Feldzugsplan  der  Baiern  und
Franzosen  war  schon  1703  gescheitert,  Baiern  von  den  Kaiserlichen
1704  besetzt,  1703  Karl  von  Habsburg  in  Barcelona,  Catalonien,
Valencia  anerkannt,  1706  selbst  in  Madrid  und'  die  Franzosen  bei
Turin  und  bei  Ramillies  geschlagen.  Kein  Wunder,  wenn  der  neue
König  in  Preussen  daran  dachte,  die  alten  Pläne  seines  Hauses  in
Bezug  auf  Franken  wieder  aufzunehmen.
Das  Zweite  aber  ist,  dass  ich  mich  in  meinen  Quellen  nur  auf
Berichte  aus  dem  Culmbacher  und  Ansbacher  Archive  stützen  konnte.
Der  Historiker  hängt  aber,  wie  natürlich,  in  seinen  Darstellungen  von
den  ihm  zugänglichen  Quellen  ab  und  kann  auch  nur  in  so  weit  verantwortlich ­
  gemacht  werden,  als  diese  selbst  reichen.  Ich  habe  eben
desshalb  jedes  Räsonnement  vermieden  und  berichte  nur,  was  und
wie  viel  ich  von  den  Begebenheiten  weiss.
Dies  zur  Vermeidung  aller  Missverständnisse.

„Von  Ihro  Durchlaucht  dem  1708  verstorbenen  Herrn  Marggrafen
  zu  Brandenburg  -  Culmbach  Christiano  Henrico,  erzählt  der
Verfasser  des  Lebens  und  der  Thaten  des  Königs  von  Preussen  Friderici
  Wilhelmi  (S.  346),  ist  bekannt,  dass  derselbe  sein  Successionsrecht
  auf  das  Marggrafthum  Baireuth  vor  sich  und  seine  Kinder
            
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