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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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Tomasche  k.

Ebenso  kennt  Kantakuzenos  in  der  Diischen  Rbodope  Reste  der
'i  layen  und  erwähnt  evst  rcüv  an  6  roO  Aouiy.ov  yivo-jc;  voiiäoa  Supixndvov
  tovop.«!7fx£vov,  I  30  vol.  I  p.  146  (a.  1322).
In  grossen  Massen  jedoch  waren  Vla^en  angesiedelt  in  den
Bergregionen  Thessalien's  und  Aetolien's  welclie  Landschaften  im
Mittelalter  den  Namen  77  puy  12/77  und  77  puxpä  Blayja  führten  (Tafel
Thessalonica  p.  490  sqq.),  ferner  im  Pindos,  dem  Sitze  der  alten
Doloper;  Aokorda  77  vöv  xaAoup.svvj  ’Avcüj3Xcr/a,  Sehol.  Thucyd.  II
102.  Chalkokondylas  weiss,  dass  diese  Pindos-Vlayen  romanisch
reden:  ro  ütvoov  cpoc  BÄdxot  svoixoöfftv,  rcöv  A«xcöv  dpoyAcorro!  rtüv
rccpä  röv  Harpov  (p.  319).
Diese  Pindos-Vlayen  können  recht  wohl  als  Nachkommen  der
romanisierten  Thraker,  vor  allem  der  ßessen,  betrachtet  werden,  von
denen  mächtige  Theile,  zur  Zeit  der  slavischen  und  bulgarischen
Völkerstürme  aus  ihren  Centralsitzen  gedrängt,  südlichere  und  mehr
gesicherte  Wohnsitze  aufsuchten.  Aus  dem  nicht  so  ganz  zweifellosen ­
  Umstande,  dass  das  heutige  Zinzarisehe  gewissermassen  nur
als  ein  Dialekt  des  Dako-romunischen  anzusehen  sei,  möchten  wir
noch  nicht  die  Nothwendigkeit  einer  Herleitung  aus  gemeinsamen
Wohnsitzen  ableiten;  auf  gleiche  Grundlagen  des  nationalen  Lehens
einwirkend,  musste  die  Romanisierung  selbst  auf  räumlich  abgesonderten ­
  Gebieten  unter  ähnlichen  Umständen  Ähnliches  in  Sprache
Und  Volksleben  hervorbringen,  im  traianischen  Dacien  sowohl  wie
im  thrakischen  Centralland.  Es  entstünde  nur  noch  die  Frage,  wann
die  gewiss  nur  allmälige  Wanderung  nach  Südwesten  vor  sich  gegangen ­
  sein  mochte.
Im  Jahre  589  (Evagr.  VI  10)  gelangen  zahllose  Schaaren  von
Slovenen  nach  Hellas,  siedeln  sich  daselbst  an  und  sind  durch
218-  Jahre  (Pasini  Catal.  codd.  mss.  Taurin.  I  417  Leunclavii  Jus
Graecorom.  I  278)  in  der  Oberhand  so,  dass  das  griechische  Element
sich  nur  auf  die  festen  Küstenplätze  und  die  Hochgebirge  beschränkt.
Seit  derselben  Zeit  hat  auch  Thessalien  und  Makedonien  seine  slo
venischen  Bewohner  erhalten;  in  Thessalien  z.  B.  werden  uns  genannt
Bctfrrat,  Batouvcrat,  BsXeyeCtrc«,  in  den  Gebieten  von  Berroea  und
Thessalonike  Sayoudarot  und  Apouyoußrro«,  an  dem  Bolhe-see  und
der  Mündung  des  Strymon  SxAaßtvot  ol  and  rsO  Srpup.djvo?  xai
’p-jjyjvcv  •  Dass  schon  damals  auch  romanische  Volksmassen  sich
der  Bewegung  anschlossen  und  nach  Süden  zogen,  ist  minder  wahr-
            
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