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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Über  Brumalip  und  Rosalia  ete.

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erhebt,  freilich  zu  einer  Zeit,  wo  Byzanz  von  dem  römischen  Typus
nur  noch  verknöcherte  Überreste  aufzuweisen  hatte  und  wo  jedes
Bewusstsein  einer  alten  Zusammengehörigkeit  mit  dem  romanischen
Elemente  entschwunden  war.
Diese  von  neuem  auftauchenden  Romanen  werden  fortan  mit
dem  Namen  Vla^en  bezeichnet,  den  ihnen  zunächst  die  rings  benachbarten ­
  Slaven  mit  Slavo-Bulgaren  ertheilt  hatten.
Etwa  um  das  Jahr  976,  beim  Regierungsantritte  des  zweiten
Rasilios,  erhob  sich  die  seit  dem  Tode  Simeon’  s  sehr  tief  gesunkene
Macht  der  Slavo-Bulgaren  zu  neuer  drohender  Gefahr  für  Byzanz;
das  Volk  vernichtete  die  allenthalben  aufgestellten  griechischen  Besatzungen, ­
  und  an  die  Spitze  des  Aufstandes  traten  Mokr’  s  Söhne,
David,  Aaron  und  Samuel.  Um  diese  Zeit  wird  der  Name  der  Vlayen
zum  erstenmale  genannt:  gleich  beim  Beginne  der  Rebellion  fällt
David  piffov  Kaaropi«?  y.cä  llpiGnctg  ■/.«.zä  rag  Xsyop.£\iag  Kuläg  öpvg
noipä  rivcjiv  WAuyJijv  ddtrcöv,  Cedren.  II  p.  435.  Der  genannte  Ort
„Schöneichen“  ist  wohl  identisch  mit  dem  zwischen  Kastoria  und
Prespa  in  einer  Bergenge  gelegenen  Biklista.  Auch  an  BAayoxÄecaoüpot.
  könnte  man  denken:  xuipLÖxoXig  nXijaiov  zvg  Kotoropiag  iyovacc
3000  ivoiy.ovg,  'Apaßtxvrrivög  II  p.  84.
Der  Kaiser  Basilios  richtete,  gestützt  auf  die  Seestädte  und  die
Castelle  der  Rhodope,  seine  zahlreichsten  Angriffe  gegen  das  Centrum ­
  der  bulgarischen  Macht,  das  Struma-,  Vardar-  und  O^ridagebiet,
  und  erzwang  gewöhnlich  zuerst  den  Durchgang  otd  toü  Aeyop.£vov
  Kip.ßa  Aoyyou  y.ai  rov  KXsidtov,  Cedren.  II  p.  457.  Samuel
befestigte  desshalb  im  Jahre  1014  diese  Klause,  welche  von  der
Struma  her  den  Eingang  in  das  langgestreckte  Querthal  der
Strumitza  aufschloss,  durch  ein  ausgedehntes  stark  befestigtes
Gehege.  Kip-ßa.  Aöyyov  ist  offenbar  ein  vla-^isches  Kimbolungu,
Carnpo  longo  —  ein  Zeichen,  dass  daselbst  auch  VIa-/en  heimisch
waren.
Seitdem  werden  die  Viayen  sehr  häufig  genannt;  sie  erscheinen
an  mehreren  Punkten  des  Haemus  neben  den  Bulgaren,  ferner  in
dem  einst  hessischen  Gebiete  der  oberen  Struma,  um  Köstendil,  wie
aus  Ansbertus  Hist,  de  exped.  Friderici  (Fontes  R.  Austr.  V.  p.  42)
hervorgeht:  Fridericus  de  Perge  —  invasit  regionem  opulentam  Flaehiam
  dictam,  non  multum  a  Thessalonica  distantem  (a.  1199).
            
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