Über Brumalia und Rosalia elc.
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TASH3ASTENVS. Ohne Zweifel führte der Gott diesen Namen nach
einer Stätte, woselbst er einen hervorragenden Cnltus genoss und
einen heiligen Bezirk oder Tempel hesass. Mag nun der Name derselben
Taoißaorog oder Tacatßdarrj gelautet haben: gewiss ist, dass
er echt thrakischen Ursprungs ist und der Form nach verglichen
werden darf mit den gleichfalls thrakischen Ortsnamen ’E^ip-aa-ng
bei dem Schol. Dem. VIII 44, ”Ep.a.arog Bsp-darr, Sußdera 2rpavßdara
bei Procop. de aedif. IV 4, und Bißccerog bei Steph. Bvz. Wo
lag aber diese Ortschaft? Am nächsten liegt wohl die Annahme, dass
sie eben dort bestanden habe, wo die Inschriften gefunden wurden,
nämlich in dem Bereiche von Drama. Dieses Städtchen findet sich
zuerst erwähnt in den Acta S. Germani rov avazr t aap.ivo-j rf,v asßaapuav
jjiovtjv rf,gKoacvir^rig (Acta SS. Boll. die XII. Mai III p. 162 bis
167) '), in dem Itinerar des Benjamin von Tudela (Tafel Thessalonica
p. 498), und bei späteren byzantinischen Autoren. Drama
liegt 3 i/ g Stunden nordwestlich von Filibejik in einer quellreichen
Gegend; Paul Lucas (a. 1705) bemerkt in seinem Beisebuch
cap. XXVII: il passe dans cette ville plusieurs petits ruisseaux, dont
l’eau est fort claire. Mitten am Wege an dem Gebirgsabhang liegt
ein Weiler, Bunar-basi, d. i. „Quellkoppe“, so genannt, weil daselbst
zahlreiche Quellen entspringen. Hier oder dort mag wohl im
Alterthum die Pflanzstadt der Thasier Kpr/vidsg gelegen haben, deren
Einwohner zur Gründung von Philippi gezogen worden waren. Denn
ungenau ist der Ausdruck derer, welche angeben, dass Kpr,viSeg der
alte Name von Philippi gewesen sei a ). Vielmehr bestanden beide
Orte neben einander s).
0 Germanus kam, wie ich aus einer Stelle der Acta XV Martyruin (Theophylacti
Bulgariae archiep. Opp. Venet. 1758 III p. 503) ersehe, in das Pangäongebiet um
das Jahr 865 zur Zeit Michaels III., als der Bulgarenfiirst ßogoris das Christenthum
annahm. Das von Germanus begründete Kloster finde ich auch erwähnt in den
Acta Patriarch. Cpol. II p. 240 a. 1395: ryg ptovvjg rvfc sig ovopux
Ssozoxo'j xai 5jttxsxXvjp-ivvjg Tvjg Ko'7mr£v;$, und in der Hist. Polit. & Patriarch,
p. 60. 111. 132. 133.
2 ) Diodor. Sic. XVI 3: 0acioi wxtffav ras cvopta^opivac Kp>7Vt5a£, ac vGTspov
oßctGiksbg ao’ lauroG ovopiatjac OiXt-ro-j? sVX^pcüffev ofowjropwv. Arlemidor.
bei Steph. Byz. v. OiXurrot. 'rote 5s Kpvjvtratc TZo’ksp.O'jp.i'JOLg vxö Opaxwv
ßoySYjGCtg 6 OtXlJTTTOS QikiKKOVS COVOpLa<7£V. ’
3 ) Theophrastus de causis plantarum V 14 5: £V ts OtXcjrJTGis TipOTSpov [/.sv piaXXov
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