Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

34

P  f  i  i  m  ä  i  e  r

In  den  inneren  Überlieferungen  von  dem  Kaiser  Wu  von  Han
heisst  es:
Der  Kaiser  errichtete  göttliche  Dächer  und  Erdstufen.  Er  Hess
Säulen  aus  Kupfer  verfertigen  und  sie  mit  gelbem  Golde  überziehen.

Das  Buch  der  göttlichen  Merkwürdigkeiten  sagt:
Man  trat  in  das  Goldgebirge  und  fand  in  einer  Tiefe  von  vier
Klaftern  Kupfer  von  Tan-yang  *).
In  dem  Schreiben  Ku-I’s  wird  gesagt:
Wenn  die  Niederen  keine  Kupfermünzen  giessen  dürfen,  so
wird  sich  das  Volk  wieder  mit  Ackerbau  befassen.

In  den  vermischten  Nachrichten  von  der  Mutterstadt  des  Westens
wird  gesagt:
Als  Kao-tsu  zum  ersten  Mal  in  die  Paläste  von  Ilien-yang  drang,
wandelte  er  in  den  Rüstkammern  und  Aufbewahrungsorten  umher
und  sah  eilf  kupferne  Menschen,  welche  sassen  und  drei  Schuh  hoch
waren.  Dieselben  waren  auf  einer  Bambusmatte  in  Reihen  aufgestellt.
Ein  Jeder  hielt  in  den  Händen  eine  Cither,  eine  Laute,  eine  Schalmei
oder  eine  Flöte.  Alle  trugen  geblümte  buntfarbige  Kleider  und  hatten
ein  stattliches  Aussehen  wie  lebende  Menschen.  Unter  der  Bambusmatte ­
  befanden  sich  kupferne  Röhren,  deren  obere  Mündung  mehrere
Schuh  hoch  war  und  hinter  der  Bambusmatte  hervorragte.  Eine
Röhre  war  inwendig  hohl,  eine  andere  Röhre  besass  eine  Schnur  von
der  Dicke  eines  Fingers.  Wenn  man  einen  Menschen  in  die  Röhre
blasen,  einen  andern  an  der  Schnur  ziehen  Hess,  so  gaben  dieCithern,
die  Lauten,  die  Schalmeien  und  die  Flöten  einen  Ton  von  sich,  der
von  echter  Musik  nicht  verschieden  war.

Der  Wald  der  Denkwürdigkeiten  von  Yü-hi  sagt:
In  dem  Zeiträume  Kien-wu  (25  bis  55  n.  Ohr.)  bestimmte  ein
junger  Mann  aus  der  südlichen  Provinz  zu  einem  Geschenk  für  den
Kaiser  eine  kupferne  Trommel,  auf  deren  Rücken  sich  eine  Inschrift

Dieses  Kupfer  hat  Ähnlichkeit  mit  dem  Golde.  In  der  Kunst  der  Vorbilder  heisst
es:  Das  Kupfer  von  Tao  und  Tan  hält  man  für  Gold.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.