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Tomasch ek
wir daraus, dass die Brumalien im Zusammenhänge mit der Dionysosfeier
standen und dass der Charakter des Festes mit der Ambrosia
zusammenfiel, wenn auch der Tag der Feier ein anderer sein
mochte.
Aber nicht bloss den Geist eines Weinfestes trugen die Brumalien
an sich, auch als Nacherntefeier waren dieselben unter dem
Landvolke im Schwange. In der Chronik des Symeon Magister'(ms.
hei Du Cang.) und hei Cedrenus (I p. 259) findet sich die Stelle:
knETsXeas di xai zä xaXovpisva Bpov^aXia, xaSänsp ot ysaipyoi [j.szä
zrj'j yrinoviav ävana-j<jäp.svoi äp.oißad6v iavzovg änizps'pov nai/rjyvpiCovzsg
xcd icypavJiOvvzeg kni zolg «XX^Xtov 6vop.aoiv. Die dabei vorkommenden
Gebräuche trugen offenbar einen heidnischen Charakter an
sich; desshalb wurde die Festfeier zugleich mit den Kalendae und Vota
durch den 62. Kanon des sechsten Conciliums in Trullo (promulgirt am
IS. Jan. 706) aufs nachdrücklichste untersagt: zag oörco leyop.dvag
KaXävdag y.cd za lzyöy.£va Borä xai zä xaXoüp'.sva Bpovp.d?ua nepiaipsSijvai
ßovÄöpiESa. Eingewurzelte Gebräuche lassen sieh nicht so
leicht beseitigen; die Brumalien wenigstens wurden nach wie vorgefeiert;
seihst hei Hofe in Byzanz hatten dieselben vielen Anklang
gefunden.
Nach dem ausdrücklichen Zeugnisse des Constantinus Porphyrogenitus
De cerimoniis aulae Byzantinae (II cap. 18, pag. 606) war
das Fest schon seit Constantinus dem Grossen bei Hofe eine belichte
Lustbarkeit gewesen, die mit Pracht und Aufwand, mit Spenden und
Gelagen, unter Sang und Klang und Fackelglanz begangen wurde;
alle nachfolgenden Kaiser, wie Theodosius Marcianus Leo Iustinianus
u. a , hatten keinen Anstand genommen, das heitere Naturfest in ihren
Hofkreisen zu feiern; Romanus (920 — 944) schaffte dasselbe ab,
ov dixaiov dvai xazä zä nalaiä i^r,p.aza Adoövwv c Pu>p.aioig ßpov-[xa/dCsiv
vop.'ioag; Constantinus Porphyrogenitus hinwieder (944 bis
959) erneuerte es, wohl um die Garden und Magistratspersonen der
reichen Spenden nicht zu berauben, und entwickelte dabei grosse
Pracht und Freigebigkeit.
Höchst belehrend sind auch die Acta S. Stephani abbatis
Nicomed. qui martyrio functus est tempore Constantini Copronymi
a. 767, auctore Stephano Cpolitano diacono (griech. in Analecta
Graeca Montlauconii et Loppini Paris. 1688 Tom. I p. 396—531,
lat. übs. bei Surius De probatorum Sanctorum historiis Tom. VI zum