Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Zur  Geschichte  der  alten  Metalle.

33
Steine  schmilzt  und  das  Kupfer  davon  entfernt.  Die  fünferlei  Steine
sind:  das  männliche  Gelb,  Zinnober,  das  weibliche  Gelb,  Vitriol,
Grünspan.  Man  schmilzt  sie  und  bereitet  aus  ihnen  ein  Mehl.  Man
bestreicht  sie  mit  dem  „Teiche  der  goldenen  Blumen“  und  legt  sie
in  einen  dreifüssigen  Kessel  des  Gottes  des  Tai-yi.  Man  erhitzt  sie
unten  mit  einem  Feuer  von  dem  Holze  des  Zimmtbaumes.  Wenn  das
Kupfer  fertig  ist,  schmilzt  man  es  mit  Kupferasche.  Man  nimmt  das
männliche  Kupfer  und  verfertigt  daraus  männliche  Schwerter.  Man
nimmt  das  weibliche  Kupfer  und  verfertigt  daraus  weibliche  Schwerter.
Wenn  man  sich  mit  diesen  umgürtet  und  in  die  Flüsse  geht,  so
wagen  es  Krokodildrachen,  grosse  Fische  und  Flussgötter  nicht,
heranzutreten.
Wenn  man  wissen  will,  oh  das  Kupfer  männlich  oder  weiblich
ist,  so  muss  man  Knaben  und  Mädchen  gemeinschaftlich  das  Kupfer
mit  Wasser  bespülen  heissen,  so  lange  es  sich  in  dem  Feuer  befindet
und  noch  roth  ist.  Das  Kupfer  wird  sich  dann  von  seihst  in  zwei  Stücke
theilen.  Dasjenige,  das  mit  einem  Vorsprung  sich  erhebt,  ist  das
männliche  Kupfer.  Dasjenige,  das  mit  einer  Vertiefung  einfällt,  ist  das
weibliche  Kupfer.
Das  Buch  Pao-po-tse  sagt  ferner:
In  den  Gebirgen  sieht  man  nächtlich  einen  Menschen  von  Hu.
Derselbe  ist  der  Geist  des  Kupfers.
Das  Buch  der  Berge  und  Meere  sagt:
Auf  den  Bergen  von  Kuen-ngu  gibt  es  viel  rothes  Kupfer  ')•
In  der  Darlegung  der  Zeitalter  der  Kaiser  und  Könige  heisst  es:
Tsch’heu  liess  eine  kupferne  Säule  verfertigen.  Er  hiess  Männer
und  Weiber  nackt  sie  erklettern.  Wenn  sie  sich  verbrannten,  lachte
Tä-ki.

In  den  Worten  der  Reiche  sagt  Kuan-tschung:
Aus  gutem  Kupfer  giesst  man  Hakenlanzen  und  Schwerter.
Man  versucht  sie  an  Hunden  und  Pferden  2).  Aus  schlechtem  Kupfer
giesst  man  Hauen  und  Hacken  zum  Ebnen  des  Bodens.

Diese  Berge  bringen  Kupfer  hervor,  dessen  Fnrbe  feuerroth  ist.  Man  zerschneidet
damit  Edelsteine  gleichwie  Lehm.
~)  Wie  angegeben  wird,  an  Hunden  und  Pferden,  welche  keinen  Nutzen  bringen
können.

Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LX.  Bd.,  I.  Hit.

3
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.