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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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T  omaschek

darbot;  die  Bewohner  von  Pbilippi  siedelten  sie  von  dort  in  ihre
Gärten  an  und  brachten  durch  Cultur  den  Blütlienschnuick  derselben
zu  grossem  Blattreichthum;  man  nannte  sie  die  hundertblätterigen,
iy.<xrovrdfjAAcc  *).  Oder  auch  die  sechzigblätterigen;  die  Sage  erzählt, ­
  Midas,  des  Gordios  Sohn  habe  mit  seinem  Volke  Asien  verlassen ­
  und  sei  über  das  Pangäon  nach  Emathien  gekommen,  nicht
ohne  die  sechzigblätterigen  Rosen  des  odonischen  Landes  mitzunehinen
  und  sie  in  der  neuen  Heimat  in  eigene  Gärten  zu  verpflanzen ­
  ä ).  Diese  Rosengärten  lagen  am  Abhange  des  Bermiongebirges,
  und  das  „wasserreiche“  Edessa  s )  war  der  Sitz  des  Midas  und
der  mit  ihm  gezogenen  Sehaaren  von  Phrygern,  Lydern,  Mysern  und
Teukrern  ^).
An  jene  Gärten  knüpft  sich  die  Sage  von  der  Berauschung  und
Fesselung  des  Silenos  durch  Midas,  eine  Sage,  die  auch  in  dem
phrygischen  Heimatlande  wiederkehrt.  Silenos,  der  beständige  Begleiter ­
  des  Dionysos,  war  der  Sohn  einer  Nymphe,  ein  Dämon  des
erfrischenden  und  befruchtenden  Nasses  in  Fluss  und  Quell,  bewegi)

  Theophrast.  Hist.  Plant.  VI  6,  4:  srAciffr«  ra  rotaOra  e<m  7Z£pl  4>tX£
o’jrot  «yap  Xapßdvovrec  ix  zov  Ilajyccloh  ouzevovGiv’  iv.il  r jdp  »/tvsrat  iroXXa*
ffjuxpa  dl  <Tfodpa  ra  svrdc  tpvXka.  etc.  ==  Plin.  XXI.  17  :  centifolia  est  in  Campania ­
  Italiae,  Graeciae  vero  circa  Philippos,  sed  ibi  non  suae  terrae  proventu;
Pangaeus  mons  in  vicino  fert  numerosis  foliis  ac  parvis,  adcolae  transferentes  conserunt,
  ipsaque  plantatione  proficiunt.
2 j  Xtxccvdpoc  £ v  feurspw  Fscop*jix5w  (Athen.  XV,  p.  683  B):
jrpwra  ptiv  ’QdovirjSe  Miovjc  axsp  ’Agidog  dpyr^j
Xswrcav  ev  x\i}poi<nv  ävirpsor/  ’HftaStoiö’tv
aisv  sc  itvjxovTa  -ipiQ  xopooovra  srsrqXoig.
Die  w 2£ovsc  waren  ein  Zweig  der  ’Hdovoi,  Strab.  VII,  frgm.  11;  Steph.  Byz.
p.  706:  Aiovufftog  sv  Baffffaptxwv  id'  Jlaid^ay  r*  a*jfßta  xal  "'Qoovsc
£7^£(7traXXot a .  Vor  Alters  scheinen  sie  auch  auf  Thasos  verbreitet  gewesen  zu
sein:  ’Odtavigr  13  öaffog  rd  iraXac,  Hesych.
S)  "EdeGG*,  j.  Vodina,  geht  zurück  auf  fidw  ot  <Ppv r /£C  rd  yfcop  xoXoOfft,  Clem.
Alex.  Strom.  V  p.  243  SyLb.  Das  merkwürdige  Vodagewässer  beschreibt  Grisebach
Reise  durch  Rumelien  II,  92—106.  Derselbe  Wortstamm  ist  auch  in  dem  moesischen
Flussnamen  Utus,  j.  Vid,  und  dem  dakischen  Orte  Oyrt-öaua,  j.  Yecs,  ersichtlich.
4)  Euphorion  (schol.  Clem.AI.  vol.IV,  p.  96Klotz):  euxeiro  dl  zo  ^ra/.atdv  vj  *Eds6Ga
yjrö  typi/ySt»  xcd  Avddi'J  xai  r&v  p.£zä  MLdov  diaxo/uffJSrivrajv  ejig  zi}V  EypcitK
mjv.  Hellanicus  (frgm.  46,  ap.  Const.  Porph.  de  them.  II,  2):  Maxedövec  pcvoi
ptsrsx  Myffcbv  rdrs  oixouxrcf.  —  Die  Hauptstelle  über  die  Gärten  des  Midas  am
Fusse  des  ßermion  ist  Herodot  VIII,  138.
            
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