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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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voluit,  nec  admisimus;  magis  enim  volumus  guerram  illius  cum
ecclesie  unitate  incurrere,  quam  pacein  eins  cum  ecclesie  divisione
servare.  Bestimmter  noch  lässt  Romuald  dann  zu  Venedig  die  Lombarden ­
  sich  bereit  erklären,  die  durch  Cremona  vermittelte  Abkunft
mit  dem  Kaiser  einzuhalten,  und  hinzufügen:  Que  eo  tempore  completa
  fuisset,  nisi  quin  Imperator  volebat  nos  ab  ecclesie  Imitate
recedere  et  Alexandri  pape  pontificium  denegare.
Das  findet  nun  zunächst  in  so  weit  eine  Bestätigung,  als  in
diesem  Punkte  die  Forderungen  des  Bundes  und  der  Inhalt  des
Schiedsspruches  bedeutend  von  einander  abweichen.  Die  erste  jener
Forderungen  ist  die,  ut  d.  imperator  habeat  pacem  et  concordiam
cum  sacrosancta  Romana  ecclesia,  omnium  fidelium  matre,  et  eiusdem
  ecclesiae  summo  pontifice  d.  Alexandro;  an  anderer  Stelle
verlangen  sie  weiter  neben  Aufrechthaltung  ihres  Bundes,  dass  ihnen
gestattet  sein  solle,  scmper  in  unitate  ecclesie  permanere,  ut,  si
quando  imperator  vel  eius  succcssor  aut.  alius  contra  hanc  concordiam ­
  venire  tentaverit,  possint  ecclesiam  manutere  et  se  vicissim
  adiuvare  et  defendere.  Will  man  nun  nicht  in  allem,  was  der
Kaiser  thut,  Heuchelei  sehen,  so  lässt  doch  selbst  die  Darstellung
der  parteiischen  Vita  Alexandri  erkennen,  dass  er  eifrig  bemüht  war,
jene  Forderung  der  Lombarden  erfüllen  zu  können.  Er  wandte  sich
mit  Friedensanträgen  an  die  Curie;  mit  drei  Cardinallegaten  wurde
zu  Paria  verhandelt.  An  welchen  Forderungen  von  dieser  oder  jener
Seite  die  Verhandlungen  scheiterten,  wissen  wir  nicht  genauer;  jene
einzige  parteiische  Quelle  meldet  nur,  dass  der  Kaiser  von  der  Kirche
in  geistlichen  Dingen  mehr  verlangt  habe,  als  je  einem  Laien  gewährt ­
  worden  sei.  Für  unsern  Zweck  genügt  die  Thatsache,  dass  es
nicht  zum  Frieden  mit  der  Kirche  kam;  der  Kaiser  hatte  nirgends
die  Verpflichtung  übernommen,  auf  jede  Bedingung  hin  Frieden  mit
der  Kirche  zu  schliessen.
Allerdings  stand  nun  fest,  dass  jene  Forderung  der  Lombarden,
wenigstens  in  vollem  Umfange,  nicht  zu  erfüllen  war.  Und  nach  den
Berichten  der  Vita  und  Romualds  über  die  Verhandlungen  zu  Pavia,
wie  nach  den  oben  angeführten  spätem  Äusserungen,  ist  anzunehmen, ­
  dass  die  Lombarden  daraufhin  erklärten,  dass  demnach  auch
vom  Frieden  zwischen  dem  Kaiser  und  ihnen  nicht  mehr  die  Rede
sein  könne.  Waren  sie  dazu  irgendwie  berechtigt?  Nach  der  Darstellung ­
  der  Vita  Alexandri  könnte  das  freilich  so  scheinen;  danach
            
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