Zur Geschichte des Loinbardenbundes.
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jede Restitution im Machtgebiete der Cremoneser verzichtete, war
die Gründung des zunächst unter Führung Cremona’s stehenden
Bundes überhaupt ermöglicht worden, wie sich das jetzt insbesondere
aus den von Vignati neu veröffentlichten Urkunden ergibt. Auch
jetzt hat Cremona nicht darauf vergessen. Im Vorschläge des Bundes
findet sich nur eine ganz allgemeine Hindeutung; es heisst, dass
die Städte ihre Befestigungen behalten und neue errichten dürfen,
salvis conventionibus et concordiis Cremone et aliarum civitaturrl
et personaruni et locorum inter se factis. Im Laudum (•§. IX) ist
der Artikel wörtlich wiederholt, aber noch zugefügt: et nominatim
salvis conventionibus et pactis de Crema non restauranda et de
munitionibus et castris inter Oleum et Aduam non faciendis, sicuti
continetur sine fraude in privilegiis et cartis Cremonensium
et a civitatibus et ab imperatore sibi factis. Heisst es weiter im
Vorschläge des Bundes, dass der Kaiser den Städten alle früheren
Besitzungen zurückstellen soll, cassatis omnibus privilegiis et cartis
et datis et investituris in aliquam civitatem vel locum seu personam
de bis collatis, so finden wir da wieder im Laudum den Zusatz:
salvis datis et privilegiis et cartis communis Cremone de
Crema factis. (§. XI.) Wenn es auch möglich bleibt, dass Cremona
anderweitig die Aufnahme dieser Bestimmungen zu erwirken wusste,
so erklärt sich dieselbe doch gewiss am leichtesten durch die Annahme,
Cremona selbst habe den Schiedsspruch gefällt.
Dafür haben wir aber noch ein ausdrückliches Zeugniss. Nach
dem Berichte des Romuald von Salerno (Mon. Germaniae 19, 446)
erboten sich 1177 die Lombarden, dem Kaiser zu leisten, was seinen
drei letzten Vorgängern geleistet wurde: Quod si hoc imperatori
grave residet et vuletur, pacem, que inter nos et eum per Cremonenses
tractata fuit et in scriptis redacta, volumus firmiter observare.
Es wird dann weiter die Scriplura de tractatu pacis habita
et per Cremonenses Lombardis aliis delegata vorgelegt und bei
einem über Auslegung und Inhalt derselben entstehenden Streite von
den Lombarden das Zeugniss Cremonas angerufen. Wir haben also
hier einmal ein, noeh immerhin erwünschtes Zeugniss dafür, dass es
überhaupt zum Schiedssprüche gekommen, dann, dass dieser von
Cremona gefällt war.
Glaube ich damit meine Behauptung genügend begründet zu
haben, dass wir in der angeblichen Petitio des Bundes vomJahre 1183
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