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Ficker
hängig von ihr alle Umstände dafür sprachen, dass uns hier nicht
mehr Forderungen dieser oder jener Partei, sondern eine schiedsrichterliche
Feststellung der Friedenshedingungen vorliege.
Es wird nun noch die Frage aufzuwerfen sein, von wem dieser
Schiedsspruch gefällt wurde. Nach dem 1173, April 16, zu Montehello
geschlossenen Compromiss sollten drei Schiedsrichter von jeder
Partei bestellt werden: Et Imperator et eins curia et civitatcs et
eorum partes debent facere securitatem in arbitrio praedictorum
sc.v electorum stare; et si dissenserint in aliquo, arbitrio consulum
omnium Cremone similiter stare; et isti sex debent arbiträri
praedicta nsque ad medium Madium ; et si dissenserint in aliquo,
tune consules omnes Cremone debent predicta arbitrari de eo, de
quo dissenserint, usque ad quindecim dies; eine entsprechende Bestimmung
findet sich in der Beurkundung des Waffenstillstandes für
Alessandria vom folgenden Tage. Wir bemerkten ferner bereits, dass
die Schiedsrichter alsbald bestellt wurden und sich zur Erfüllung
ihrer Aufgabe eidlich verpflichteten.
Ist jenen Bestimmungen gemäss vorgegangen, so kann der
Schiedsspruch so, wie er vorliegt, entweder aus Einigung der sechs
Schiedsrichter hervorgegangen sein, oder aber er erhielt seine endgiltige
Fassung erst durch die Consuln von Cremona. Letzteres ist
von vornherein das wahrscheinlichere. Nach allen Nachrichten gelangte
man während der Verhandlungen zu keinem Einverständnisse;
es fehlte an demselben so sehr, dass schliesslich das Compromiss
überhaupt nicht eingehalten wurde, dass es in Folge Vertragsbruchs
von der einen oder andern Seite wieder zum Kriege kam. Danach ist
gewiss nicht anzunehmen, dass die von den Parteien aufgestellten
Schiedsrichter zu einer vollständigen Einigung gelangten, es trat
gewiss der im Vertrage vorgesehene Fall ein, welcher die schliessliche
Entscheidung den Consuln von Cremona zuwies. Und dafür
haben wir noch bestimmtere Haltpunkte.
Einmal ist in dem Laudum auf die Sonderinteressen von Cremona
besondere Rücksicht genommen. Diese bilden überall ein vorzugsweise
bestimmendes Moment in der Geschichte der Streitigkeiten
zwischen K. Friedrich und den Städten. Hauptstütze des
Kaisers, hatte Cremona aus dem Falle von Crema und Mailand den
grössten Gewinn gezogen. Nur dadurch, dass ihm diese Vortheile
vollständig gewahrt blieben, Crema geopfert wurde, Mailand auf