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8 c h r 6 e r
Benn zait und bail bert kamen
wenn Zeit und Weile wird kommen
bir berden bider kearen!
wir werden wieder kehren.
Sani etc.
Wird auch gesungen wie Elze S. 28 mittheilt, wo statt znehar
gesagt wird: lai har! nur her! — Pncklats negle, das E. nicht verstand,
ist schon oben unter pncklat erklärt.
Merkwürdig ist die Sitte, die ich in Altlaag antraf, in der höchsten
Freude des Hochzeitjubels der Todten zu gedenken!
Unlängst habe ich in Pfeiffers Germania XII, S. 288 zu einem
Text von Todtentanzsprücheu bemerkt, dass Darstellungen des
Todtentanzes bei Hochzeiten der Siebenbürger Sachsen üblich sind
und weiter nachgewiesen, dass, nach Berichten des dacianischen
Simplicissimus, auch in Ungarn Aufführungen des Todtentanzes bei
Hochzeiten üblich waren. Noch nicht bekannt war mir, dass auf
dem deutschen „Heideboden“ in Ungarn noch jetzt bei Hochzeiten
„vier costumierte Bursche“ (1. der Jüngling, 2. der Tod, 3. der Teufel,
4. der Engel) eine Art Todtentanz aufführen, d. h. eine Darstellung
geben, in welcher dramatisch anschaulich gemacht wird, dass
gegen den Tod kein Aufkommen ist. Der Text dazu findet sich in
dem in mancher Hinsicht interessanten Buche: Brautsprüche auf dem
Heideboden in Ungarn, gesammelt von Remigius Stachowics. Wien
1867. W. Braumüller Seite 253—-261.
In Gottschee werden nun, namentlich in Altlaag, ähnlich diesen
Erinnerungen an den Tod inmitten der Hochzeitfreuden, von
einem Chore, mit eigener trauriger Stimme, folgende Lieder gesungen,
wobei der Ausbruch der Wehmuth sich oft in einem allgemeinen
lauten Weinen und Jammern kund gibt.
1. Die ägeschidne seale singet:
Die abgeschiednc Seele singl:
Ih lmn dort geläßen main wüter und mueter!
Ieh habe dort gelassen m. Vater and Mutter,
ih hän dort geläßen mein §be§ter und prueder;
Ich h. d. gelassen Schwester und Bruder
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