Ein Ausflug- nach Gottschee.
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Bei den Siebenbürger Sachsen ist Montag der Hochzeittag in
Neustadt, Grosslasslen etc. S. die treffliche Schrift von J. Mätz: Die
siebenbürgisch-säehsische Bauernhochzeit. Programm von Schäsburg
1860 S. 39 f. Das Sträußchenbinden findet am Vorabende
^tatt. S. 47. Der „Urlaub“ der Braut daselbst, ein wunderbar schönes
Volkslied S. 48 f.
Valvasor VI S. 300 f. erzählt: Wenn nach der Trauung in der
Kirche die Braut „allbereit zu Pferde sitzt, so reicht man ihr ein
Vierteil Weines. Davon bringt sie ihrem Bräutigam Eines zu. Nachdem
sie aber einen Trunk gethan, wirft sie den Krug sammt dem
Weine hinterwärts über ihren Kopf und reitet alsdann fort.“ —
„Wenn sie in's Bräutigams Haus dann kommt, so gibt ihr des Hochzeiters
Mutter einen Trunk in einem Kruge und wirft einen Ducaten
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in Gold darein.“
Auf dem Wege nach des Bräutigams Haus wird noch an manchen
Orten Brot ausgeworfen. Vor dem Hause des Bräutigams finden Verhandlungen
statt. Die Braut wird nicht eingelassen, bevor sie Bedingungen
eingeht, die ihr in scherzhafter Weise einer der Junggesellen
feierlich zu stellen hat.
Auch im ungrischen Berglande bei den Krickerhäuern findet die
Braut des Bräutigams Thüre verschlossen. Ein darauf Bezug habendes
Lied s. mein Wtb. S. 123.
In des Hochzeiters (Bräutigams) Haus findet unter Musik der
gaigarc der Hochzeitschmaus statt.
So wie in Schlesien und im ungr. Berglande der Lustigmacher
bei den Hochzeiten mit einem slavischen Namen bezeichnet wird
(druschmann, truschbc s. mein Wtb. 46. Weinh. 16), so führt auch
in Goltschee der Lustigmacher einen slovenischen Titel, er heisst
staraschiner (sl. starasina der Alteste), wie wir aus folgendem Liede
ersehen:
Gaigerlied beim Schmause.
Der staraschiner hewet ün ze hetzen ’s messer,
Der Staraschiner hebt an zu wetzen’s Messer,
ar moint, der gaigar bert niscb besser!
er meint, der Geiger wird nicht besser,
hasch hasch hasch! hops hops hops!
etc.