260 Schröer
groitel f. grosser Schritt, got. gricls Schritt; cimhr. grit, griten t
gritela. Cwtb. 126, ahd. gritmdli, mhd. griteliche mit ausgespreizten
Beinen zu sskr. grdhyati ausgreifen, lat. gradior etc.
groitel verlangt mhd. greitel (gelte greit griten?).
Grolfin, Name in Schalkendorf 1684, s. die ahd. Formen unter Garulf
Förstern. 489.
Grossin, Name in Ort 1684.
grösslinc s. gresslinc.
Grössln, Name in Gottschee 1684 s. Gresse.
grüble f. Grube. Vgl. grab.
Grober, Name in Götenitz 1750. Steir. 1316: In der grueb.
gruebic runzeliclit. Auf meine Frage: was gerbat (s. d.) bedeutet?
wurde mir die Erklärung, grbat sei wmdisch und bedeute
gottscheewisch gruebic.
grüen grün. Der griicne harr der Teufel, auch: der grüenrockkate.
grüenlinc m. die grüne Eidechse.
gröcßen grtissen, grüeß dich gott! labegt du ä noch!
gruiuadc f. Schutthaufen, Grenzstein, Steinhaufen; slov. gromäda.
Gruusach, Name in Obermösel 1750, vgl. Grinseich.
„gscharr Korb“ Elze. Dies scheint hlos ein sloveniselies koscire, das
E. hörte und für gottscheewisch hielt. Der Korb heisst ziste
zoine, pure, tschorbe s. d.
gurnpe f. Hummel; Elze: „hianpel“; dies ist die kämt. Form, Lex.
146.
guldaine f. Mitgift s. tander.
gummachten ohnmächtig werden, vgl. md. unmehten, in unmaht
sinken, mhd. Wtb. 2, 10.
gönnen gönnen, ih gönn, du gönnest, ar gönnet; bir gunnen, ir gunnet,
§eu gunnent.
guoß gegessen, wie mhd. gäz (neben gezzeii). Gr. Gr. III, I, 341.
Sehmell. §. 962.
guot n. der Besitz, Viehstand, besonders Schafe. Lex. verzeichnet
diese Bedeutung nicht und cinibr. finde ich nur gut n., das
Gut, il bene. Schmell. verzeichnet II, 86 die Bedeutung:
Vieh, zum Jahre 1390. — Bern schaffest du daine güeter wem
vererbst du deine Besitzungen. In dem Liede auf den heiligen
Stephan s. d.