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S c h r ö e r
St. Stephani in Reiffnitz — quae inhabitabiles erant et incultne
multae hominum habitationes faetae sint et — ecclesiae constructae
— yidelicet in Gotschc, Pölan, Costel, Ossiwniz et Gotenitz.“ Dies ist
die älteste Notiz über Gottschee, die ich kenne. Die Namensform ist
nicht deutsch lind zeigt, dass an eine Zusammensetzung mit See-(gottscheewisch
allerdings §6ab s. d.) nicht zu denken ist. Die slov.
Namensform war ehedem Jlorevjc, der Gottscheewer: Hocevar (dies
ist auch ein Familienname) , was in neuerer Zeit in Kocevje verwandelt
wurde, um es von Köca Hütte ableiten zu können. In B. Zink's
Chronik (1368—1463) steht ungenau: Götze. So öfter (1377, 1496):
Gotische, Gotschee. In dem 1642 erneuerten Privilegium der Stadt
von 1471 (das Original freilich fehlt) steht: Gottschee, auf dem
Stadtsiegel von 1471 jedoch sigillum civitatis in Kotschew (das ist:
Gotschew"). Weiteres s. oben S. 173—184.
grab grau, mhd. grd, Gen. grawes.
grab n. Grab; grüble f. Grube S. unten Seite 120.
Grabner, Name in Nesselthal, Morobitz 1600—1700. Cimbr. Gräber ~
auch steir. freis. 1316: Gräber,
grad, grüd gerade.
grafe, grüwe, griff m. Graf. D grüwns d güeter des Grafen Güter.
„Grafenfeld“ für Rrapfcnfcld s. d.
Grafenwart, jetzt Rostei s. d.
Graflinden, Ort bei Unterlak, zählte 1770 siebenundzwanzig Häuser,
graipe f. für greupe m. die Griebe. In der Schweiz gräubi, grüben
Stald. I, 473, schwäb. greube. Schm. 66, vgl. Schmell. II, 97,
im ungl. Bergl. grieben. Wtb. 36, mhd. griabe m. In Kämt.
grampl f., so auch östr.-bair. Lex. 120. Schm. 11, 10.
Grauuner, Name in Stockendorf 1740. Gramer Elze (1861) S. 40,
vgl. Grome in Krickerhäu 1643, Gromma Schemn. 1838.
grante f. Heidelbeere; greantle n. Tschermoschnitz. — In Riirnt. die
Preiselbeere. Lex. 121, ebenso cimbr. grendclen. Wtb. 126,.
bair. gränken, grünten. Schm. II, 113.
griinlain gräulich; sehr; es tuet griiulain bie es tliut sehr weh, mhd,
griuwelichcn.
grau§cn grausen. Benn ih an hairäten denkhe
kirnet mir der graujen an etc.
Ein oft gedrucktes „Gottscheewer Lied.“ Es ist aber auch
anderwärts bekannt s. Hoffmann’s schles. Volkslieder S. 213.