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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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S  c  h  r  ö  e  r

St.  Stephani  in  Reiffnitz  —  quae  inhabitabiles  erant  et  incultne
multae  hominum  habitationes  faetae  sint  et  —  ecclesiae  constructae
—  yidelicet  in  Gotschc,  Pölan,  Costel,  Ossiwniz  et  Gotenitz.“  Dies  ist
die  älteste  Notiz  über  Gottschee,  die  ich  kenne.  Die  Namensform  ist
nicht  deutsch  lind  zeigt,  dass  an  eine  Zusammensetzung  mit  See-(gottscheewisch
  allerdings  §6ab  s.  d.)  nicht  zu  denken  ist.  Die  slov.
Namensform  war  ehedem  Jlorevjc,  der  Gottscheewer:  Hocevar  (dies
ist  auch  ein  Familienname)  ,  was  in  neuerer  Zeit  in  Kocevje  verwandelt ­
  wurde,  um  es  von  Köca  Hütte  ableiten  zu  können.  In  B.  Zink's
Chronik  (1368—1463)  steht  ungenau:  Götze.  So  öfter  (1377,  1496):
Gotische,  Gotschee.  In  dem  1642  erneuerten  Privilegium  der  Stadt
von  1471  (das  Original  freilich  fehlt)  steht:  Gottschee,  auf  dem
Stadtsiegel  von  1471  jedoch  sigillum  civitatis  in  Kotschew  (das  ist:
Gotschew").  Weiteres  s.  oben  S.  173—184.
grab  grau,  mhd.  grd,  Gen.  grawes.
grab  n.  Grab;  grüble  f.  Grube  S.  unten  Seite  120.
Grabner,  Name  in  Nesselthal,  Morobitz  1600—1700.  Cimbr.  Gräber  ~
auch  steir.  freis.  1316:  Gräber,
grad,  grüd  gerade.
grafe,  grüwe,  griff  m.  Graf.  D  grüwns  d  güeter  des  Grafen  Güter.
„Grafenfeld“  für  Rrapfcnfcld  s.  d.
Grafenwart,  jetzt  Rostei  s.  d.
Graflinden,  Ort  bei  Unterlak,  zählte  1770  siebenundzwanzig  Häuser,
graipe  f.  für  greupe  m.  die  Griebe.  In  der  Schweiz  gräubi,  grüben
Stald.  I,  473,  schwäb.  greube.  Schm.  66,  vgl.  Schmell.  II,  97,
im  ungl.  Bergl.  grieben.  Wtb.  36,  mhd.  griabe  m.  In  Kämt.
grampl  f.,  so  auch  östr.-bair.  Lex.  120.  Schm.  11,  10.
Grauuner,  Name  in  Stockendorf  1740.  Gramer  Elze  (1861)  S.  40,
vgl.  Grome  in  Krickerhäu  1643,  Gromma  Schemn.  1838.
grante  f.  Heidelbeere;  greantle  n.  Tschermoschnitz.  —  In  Riirnt.  die
Preiselbeere.  Lex.  121,  ebenso  cimbr.  grendclen.  Wtb.  126,.
bair.  gränken,  grünten.  Schm.  II,  113.
griinlain  gräulich;  sehr;  es  tuet  griiulain  bie  es  tliut  sehr  weh,  mhd,
griuwelichcn.
grau§cn  grausen.  Benn  ih  an  hairäten  denkhe
kirnet  mir  der  graujen  an  etc.
Ein  oft  gedrucktes  „Gottscheewer  Lied.“  Es  ist  aber  auch
anderwärts  bekannt  s.  Hoffmann’s  schles.  Volkslieder  S.  213.
            
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