Ein Ausflug- nach Gottschee.
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geinetzen, goinatzen gähnen; hingegen gincn (das ein mild, ginen,
aus dem PI. praet. von altn. gina gein ginum, voraussetzt), s. d.,
gaffen.
geiß, goiß f. Geiss. Alid. mlid. geiz.
geliecht licht. In den Liedern gcliechtcu kriinzlain und röaslain
geliecht lichte, etwas bunte Kränze, lichte Blumen.
geimaitzcu schreien. Rürnt. gölmatzen weinen und schluchzen.
Lex. 112. Zu alid. mhd. gähn m. Schall, scbwab., kämt.,
bair. Lex. 107. Schm. 11, 39, tircl. gelmen schreien. Schöpf
184.
gcmilchcn gewesen, so in der Hielte, sonst gebän, gebannen s. d.
Es wechselt hier W mit M, wie umgekehrt in Bäntel s. d.
(= Wantel = Mantel) M zu W wird. S. meine Laute der md.
d. ungr. Bergl. unter W, 1 und C, 7. Das CH für S erinnert an
die eingeschalteten CH in tuch (tuo) altd. Bl. I, 30h, lach (lä),
Idlient u. a. Mhd. Wtb. I, 944.
gemoin gemein, leutselig; a gemoindcr harr. Bairisch ebenso Schm.
II, 587. Kämt. 189.
gemoinnr n. der Nachbar. So hei Schmell. II. 388: der
mitgmaene Gemeindegenosse.
gen göan, gian, gönnen gehn. Imp. gia, giet! geh, geht! giangait gieng,
gienge s. gott.
genöate kaum, genau. Ebenso kiirnt. ginoate. Lex. 199, ahd. ginoti,
mhd. genöte, cimbr. ganoat. CWtb. 130. Im ungr. Bergl. neut,
notig. Wtb. 84. — Österreichisch ist mir nur gnedi dringend,
eilig; bair. ebenso, Schm. II, 719 bekannt. Obige Form (ohne
Umlaut) und Bedeutung scheint mehr alemannisch. Stald. I,
460: gnoth etc.
gepinz n. gepiinz Gedärme. Vgl. punzen Schmell. I, 290.
Gera Gertrud. Gero f. die grosse G. Gere f. die kleine G. dcu Geratö
verächtlich, s. amo, te.
gerächter hänt rechter Hand.
„gerbat gefurcht“ Elze. In Gottschee kennt man das Wort nicht, s.
grucbic. gerbat ist sl. grbat.
Gcrg, Name in Gomutz 1600.
Gerger, Name in Stockendorf 1614. Gergor in Altsag, Untertapelwerch
1750.
Gergoritsch, Name in Stockendorf, Kletsch 1700 —1750.