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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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S  c  h  r  6  e  r

wingerle  n.  Das  Ringlein,  der  Fingerring.  Mhd.  vingerlin,  aber  auch
schon  vingerli  Flore,  das  genau  obiger  Form  entspricht,  da  hier
lin  als  Diminutivendung  immer  -le  wird.
Fink,  Name  in  Malgern,  Sele  1600,  1684,  Oberlosin,  Kletsch,  Grin—
tobitz,  Neulaag,  Ebenthal,  Langenthon,  Maschen,  Rusbach,  Stalzern ­
  1750.  Auch  in  Leutschau  1660.
Virant,  Name  1561,  Elze  41.  Dies  ist  wol  ahd.  Wirant  mhd.  Wirnt.
In  Presburg  1379,  Wirnt.  Über  den  Namen  s.  Gr.  GDS.
429.
Fischer,  Name  in  Gottschee  1669.  In  Neusol  1390:  Visscher,  später
Fischei'  sehr  häufig  im  ungr.  Bergland,  auch  in  Pressburg,  in
Siebenbürgen.
wist  m.  Furz  s.  wai§ten.
witsche  f.  Wicke,  lat.  vicia,  ahd.  wichha,  mhd.  wiche,  wonach  gottscheewisch ­
  hicke  zu  erwarten  wäre.  Statt  dessen  ist  ein  f  eingetreten, ­
  das  hier  w  wird.
Fitz,  NameMn  Schwarzenbach  um  1600,  in  Setschl750.  Elze  (1861)
S.  40,  s.  auch  Fütz.  —  Der  Name  Fitz  erscheint  im  ungr.
Bergland,  z.  B.  in  Kremnitz  schon  1328.  —  Fites  in  Dopschau
1627.  —  Fitzel  sehr  häufig  auf  den  Dörfern.
Flackh,  Flack,  Name  in  Pölan,  Rusbach,  Tiefenreuter,  Mittenwald,
Püchl,  Graflinden,  Römergrund,  Deutschau  1700—1750.  Gottschee ­
  1867.  Die  ältere  Form  des  Namens  ist  Fleck  s.  d.
wlackhen  1)  flecken,  von  statten  gehen,  2)  tanzen,  im  Scherz.  So
oberpfälzisch  flecken  von  statten  gehen;  mhd.  vlecken  fortsehaffen.
  Schm.  I,  584.  Mhd.  Wth.  III,  337 b .
wliickhcn  s.  wlockkcn.
wladolitze  f.  wladälitze  f.  der  Falter,  Schmetterling.  Die  Form  ist
wol  aufzufassen  als  entsprechend  einem  schriftmäßigen  iledcr
(ahd.  fliiclar-  ü=a  und  a=a)  -itze  von  ahd.  fledurön  flattern;
vgl.  ungr.  Bcrgl.  fletala  n.  Schmetterling.  Nachtr.  26\  fciirnt.
fletterle  Lex.  98;  über  -itze  s.  d.
wlade  wldde  f.  die  Wabe,  Honigscheibe.  So  schon  mhd.  honegesvlacle
  Haupt  VIII,  280  (in  den  von  Pfeiffer  mitgetheilten
alemannischen  Mariengrüßen;  vgl.  mhd.  Wth.  III,  334).
Flaz,  Name;  Elze  S.  40.
wlean§cn  weinen  mit  verzogenem  Munde.  Vgl.  Schm,  I.  590:  flenschen-Mlathink,
  Name  in  Setsch  1757.
            
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