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S c h r ö e r
wci- s. woi- (mhd. vei-') und wai (mhd. vi-).
Feichtbüchel (wahrscheinlich statt Feuchtbühel Fichtenhügel s.
wenchte f.) Ortschaft, die nach einer Zählung von 1770 drei
Häuser hatte.
wem wen. auch wemwe, wemf fünf, mhd. fünf, flectiert fiinve, neutr.
fiinviu, got. fimf ahd. finf. Also E für I.
Verderb bei Unterdeutschau, hatte 1770 zehn Häuser.
Verderber, Name in Moswald und Kerndorf, schon 1560, 1614. Gewiss
von obigem Ortsnamen abzuleiten. 1750 finde ich ihn in:
Oberlosin, Kollern, Kerndorf, Rein, Mos, Klindorf, Linfeld,
Schwarzenbach, Schalkendorf, Krapflern, Gottschee, Mosel,
Dürnbach, Otterbach, Reinthal, Fliegendorf, Skrill, Verdreng,
Graflinden, Deutschau, Nesselthal, Lieehtenbach, Rueliberg,
Riek, Morobitz.
werderben swv. verderben, mhd. verderben; part. prät. werderbte
oier verdorbene Eier. Wahrscheinlich heisst- verderben, verdorben
in Gottschee: werdarben, werdurben.
Verdräng, Verdreng Ortschaft bei Mosel, zählte 1770 achtzehn Häuser.
wergeltsgott! 1) vergelt's Gott! Bekannte Dankesredensart; 2) aber
auch wergeltsgott m. die Fussbank unter dem Tisch s. tischgerisch,
wob! nur im Scherz, so wie man zu sagen pflegt, der
Dank für die genossene Mahlzeit, den man Gott zu sagen unterlässt,
sei unter den Tisch gefallen.
werwinstern verfinstern, maindeu Agen tnent werwinstern meine Augen
thun verfinstern, verfinstern sich, sagt der Sterbende, im Lied
der abgestorbenen Seelen s. höachzait.
wermächen einbreünen, d. i. farinam butyro tostam cibo admiscere,
im ungr. Bergland presen Darst. 174. Vermachen für einbrennen
gilt auch in Laibach. In harnten bedeutet vermachen verkehrt
machen, was hierzu nicht stimmt; es gehört vielmehr zu schlesisch
mache f. Rutter s. inachade.
werschäffen vermachen d. i. durch ein Vermächtniss vererben.
Im Liede auf den heiligen Stephan s. d. heisst es: banion
schaffost du di güeter, o Stephan mein? Wem vererbst du
die Güter, o Stephan mein. — Mhd. und bairisch s. Schmell.
ni, 333.
Ferschich, Name in Stalzern 1750.
werse, wäar§e f. Ferse.