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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Ein  Ausflug-  nach  Gottschee.

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wAlen  fehlen.  Cimbr.  weelan  CWtb.  119.  Aus  ital.  falle  m.  (aus  lat.
fallere)  mhd.  viele,  daher  dann  vielen,  fehlen.  Das  slovenische
faliti,  fehlen,  ist  wo]  dem  Deutschen  entlehnt,
walt,  waut  n.  Feld  mhd.  velt;  im  waude  im  Felde;  hingegen  hält
bäiit  m.  Wald.
Falkhner,  Name  in  Malgern,  Kletseh  1640,  in  Gottschee,  Altlaag,
Unterwarmberg  1750.
Talle,  Name  in  Gottschee  um  1600.  Cimbr.  Volle.
want  m.  Bursche.  Slov.  fant,  ital.  fante,  mhd.fant  ahd.  fenclo;  s.  Gr.
Wtb.  III,  1318.
Fara  bei  Kostei,  ist  jetzt  ein  ganz  slovenischer  Pfarrort  mit  2200
Seelen.  Fara  bedeutet  slovenisch  Pfarre;  Pfarrhaus  slov.  farouz.
  Heinzlinus  curatus  de  Fara  wird  erwähnt  1383.  Fara
stand  zuerst  unter  dem  Patronat  der  von  Oldenburg,  gieng  dann
auf  die  von  Cilli  und  von  diesen  an  Kaiser  Friedrich  III.  über,
fiirm  s.  pfärm.
wilrbe  f.  Farbe,  warbar  m.  Färber.  Daher  slov.  farba  oder  barva
Farbe,  furbar  und  barvar  Färber,  fdrbati  und  bärvati  färben,
wärt  f.  gen.  dat.  werte,  die  Fahrt;  auch  würt  gesprochen,  a  wärt
eine  Fahrt  d.  i.  einmal;  zbö  werte  zweimal;  auch  wol  in  oinder
werte  auf  einmal.  Ganz  so  cimbr.  wart  f.  dat.  werte  (in  oandar
werte)  CWtb.  119”.  Kämt,  nur  in  an  ändra  ferte  und  in  ander
ferte  Lex.  90.  —  Es  scheint  in  Kärnten  nicht  so  eingebürgert
wie  cimbr.  und  in  Gottschee.  Es  wird  aleinann.  sein;  vgl.  Berner
Oberland  ein  fart  einmal,  zu  diser  fart  diesmal,  anderfart  andermal ­
  Stald.  I,  102.  Schwäb.  ällfahrt  Schm.  179.  In  älterer  Zeit
kömmt  es  auch  sonst  vor  Schmell.  I,  566.  Gr.  Wtb.  III,  1265,
10d.  Mh.  Wtb.  III,  2575,  vgl.  hört,
waß  n.  Fass,  aber  auch,  wie  ahd.,  z.  B.  Graff  III,  730:  poahfaz
bibliotheka,  Gestelle,  Gerüste;  daher:  schüsselfaß  n.  Schüsselkorb. ­

watäche  f.  der  Fittich;  ist  merkwürdig  in  der  Form,  die  genau  der
ahd.  fetah,  nur  im  Geschlecht  nicht,  entspricht  (e  wird  a,
a  wird  «).  Das  Geschlecht  und  die  Endung  giengen  w  ol  aus  dem
plur.  fetacha,  Gratf  III,  449  hervor.  Cimb.  wettecha  f.C  Wtb.  120.
water,  s.  wuter.
fe-  s.  wa-.  (=  fa-).
weder  f.  Feder,  wedcrpettle  n.  plur.  wederpettlain,  Federbett.
            
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