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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Ein  Ausflug-  nach  Gottschee.  243
sjigen  beschmutzen;  beesiget  beschmutzt  s.  Fromm.  Zeitschr.
VI,  527,  4.
eszläch  n.  Nesselgebüsch  von  essel  f.  für  nessel,  mild,  nezzele,  ahd.
nezzild;  auch  kiirnt.  essel  Lex.  197.
ette  f.  Egge.  Ahd.  egidä,  mhd.  egede,  e'ule.  In  der  Schweiz  egte  f.  in
Bern  eichte  Stald.  I,  337;  ciuibr.  egetu  CWtb.  116;  kiirnt.  öge,
ügate  und  ädn  Lex.  82;  an  der  Ilm  aedn,  att,  attn  Schm.  I,  37.
et  nicht;  aus  mhd.  iht  niht.  Eine  Erscheinung,  die  einem  bestimmt
abgegränzten  schwäbischen  Gebiete  angehört,  s.  Grimm  Gr.  III,
738.  Weinh.  alem.  Gr.  §.  322.  Ins  Kämt,  eingedrungen  Lex.
147.  Anlautendes  n  fällt  auch  weg  in  iden  s.  d.  für  niden.
ettar,  etteu,  ettes  irgend  einer.  Aus  mhd.  iht.  Eine  Weiterbildung
von  et—•  (in  ahd.  etewaz  u.  s.)  ist  nicht  anzunehmen,  weil
dies  at-  (s.  d.)  lautet;  weitere  Formen  unter  hettar.
etbäs,  cppäs  etwas  mhd.  etewaz,  kämt,  (sowie  allgemein  österr.)
eppans,  eppes  Lex.  88.  Dies  Wort  ist  wohl  erst  neuerlich  ein
gedrungen,  indem  sonst  et  in  Gottschee  at  (s.  d.)  lautet,
eu  euch.
-eu:  als  Endung  am  Adjcctiv  fein.  =  mhd.  iu  nach  dem  unbestimmten ­
  Geschlechtswort:  a  scheaneu,  hingegen  den  scheane;  der
Plural  (nicht  nur  das  Neutrum)  und  so  auch  der  Accus.  Sing,
hat  dies  -eu  angenommen.
cbic  ewig,  dar  prie§tar  perichtot  zeit  ebigen  güetern  der  Priester
bereitet  vor  zu  den  ewigen  Gütern,  versieht  mit  den  Sterbesacramenten.

F  und  V
Die  Verwandlung  des  F  und  V  in  Wist  in  der  Ausdehnung,  wie
das  Nachfolgende  zeigen  wird,  nur  noch  im  „Cimbrischcii“  und  in  den
deutschen  Mundarten  des  ungrischen  Berglandes  anzutreffen,  die  ich
Lautlehre  S.  206,  3  angeführt  habe  <)•

Bei  den  Deutschen  in  Piemont  findet  diese  Erweichung  des  f  zu  w  (finger:  wenger)
  gleichfalls  statt  (Alb.  Schott:  die  Deutschen  in  Piemont  S.  loU  nennt  dies
erweichte  f  „jenen  eigentümlichen  Zwischenlaut  von  F  und  W,  der  dem
neugriechischen  und  spanischen  b  entspricht“.  Das  spanische/?  klingt  anlautend  Z?,
inlautend  W  (beber:  bcwür);  das  neugriechische  ß  klingt  mir  wie  w).  Es  findet
sich  demnach:  am  Monte  Rosa,  cimbrisch,  in  Gottschee  und  in  den  ungr.  Iiäudörfern.
  Zugleich  findet  sich  mit  dieser  Erscheinung  die  Verhärtung  des  W  zu  B  :
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