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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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S  c  h  r  ö  e  r

„I  tuen  es,  lieber,  et  §läfen,
Ich  thue,  Lieber,  nicht  schlafen,
i  tuen  es,  lieber,  bachen.“  >
ich  thue,  Lieber,  wachen.“
„Kim  außar,  kirn  außar,  main  liebeu!“
„Komm  heraus,  Liebe  mein!“
Und  außar  kimot  deu  liebe.
Und  heraus  kömmt  die  Liebe.

Ar  nimot  jeu  bai  snebaißer  baut,
Er  nimmt  sie  bei  schneeweisser  Hand,
ar  hewot  §eu  af  jain  höacbes  ro§;
er  hebt  sie  auf  sein  hohes  Ross;
§eu  raitont  ahin  an  bäge.  —
sie  reifen  dahin  an  Wege  (weg).  —
„So  tuejt  du,  liebeu,  dih  et  würcbten
„So  thust  du,  Liebe,  dich  nicht  fürchten  ?
boder  tue.st  du,  liebeu,  dih  würcbten?“
oder  thust  du,  Liebe,  dich  fürchten?“
„Beu  bert  ih,  lieber,  mih  würcbten,
Wie  werde  ich,  Lieber,  mich  fürchten,
benn  du.  lieber,  pigt  pai  mir?“  —
Wenn  du,  lieber,  bist  bei  mir?

Bie  edel  da  scbainet  dar  müne,
Wie  „edel“  da  scheint  der  Mond,
bie  stat  da  raitont  di  tdaten!  —
wie  leise  da  reiten  die  Todten!
Seu  raitont  ahin  zan  ktrchle,
Sie  reiten  dahin  zum  Kirchlein,
jabol  abin  afs  grüene  wraithof.
jawohl  dahin  auf  den  grünen  Friedhof.
A§o  da  jprichet  dar  liebe:
So  da  spricht  der  Liebe:
„ruck  dih,  ruck  dih,  marljtoin!
„Ruck  dich,  ruck  dich,  Marmelstein,
Klieb  dih,  klieb  dih,  kol^harzeu  erde!
spalte  dich,  spalte  dich,  kohlschwarze  Erde.
            
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