Ein Ausflug nach Gottschee.
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Tön, Anton; deminutiv Töne. S. E Seite 77.
Töplizle, Ortschaft, 1750 mit 6 Häusern,
tor n. Thor, torbatl rn. Thorwart, im Liede s. den inoirarin.
torbe f. töurbe f. Hirtentasche. Slovenisch torba.
dorn n. Dornbusch, ägendorn in. Hagedorn, eimbr. Hagedorn. Vgl.
jüdeseh dorn jüdedorn.
tot tönt todt; dar töate, den töaten die Todten. Des Todten Reiters
Braut, das Volkslied, das Bürger zur Lenore veranlasst hat,
konnte bisher in volksmäßiger Fassung nicht aufgefunden
werden. Die Echtheit des Liedes im Wunderhorn wird bezweifelt
s. W. Wackernagel, altdeutsche Blätter I, 194; Vilmar Handbüchl.
des deutsch. Volksliedes S. 153.
Aus dem Munde einer alten Frau in Mitterdorf zeichnete nun
Studiosus G. Jaklitsch mit andern Liedern, zu meiner großen Überraschung,
während meiner Anwesenheit in Gottschee, dasFolgende auf.
Nachträglich fand ich dann, dass es überall in Gottschee bekannt ist:
Die Todteil braut.
Es baroten zboi liebeu.
Es waren zwei Liebe.
Dar liebe i§t ins hör geschribe»;
Der Liebe wird in’s Heer geschrieben (assentiert);
ins hör muoß ar morsehieren.
ins Heer muss er marschieren.
A§ö da sprichet deu liebe:
So spricht die Liebe:
„§o kim mir, lieber, ze sägen,
„So komm mir, Lieber, zu sagen,
sai lantic boder töater,
sei (st du auch) lebendig oder todt:
bie s dir in kriege bert dergean.“ —
wie es dir im Kriege wird ergehn.
Ahört klockhet an dar liebe:
Einmal klopft an der Liebe:
„§o tue§t du, liebeu, et släfen?
„So tbust du, Liebe, nicht schlafen ?
boder tuest du, liebeu, bachen?“
Oder tbust du, Liebe, wachen?“