Ein Ausflug nach Gottschee.
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Anmerkung. Das Vorkommen beider Formen (täjcii saugen und tcltcil säugen)
im Gottscheewischen und Pseudo - Cimbrischen ist ein wichtiges Zeugnis
für den Zusammenhang dieser beiden Mundarten. Die Formen sind aber
auch sonst beachtenswerth, als bewahrte uralte Wörter, deren Eines nur althochdeutsch,
das andere nur gotisch noch vorkömmt. Sanskrit dhä, dhayati
saugen, säugen, gr. •S’aoi säugen, ai melken, altslav. doja säugen, ahd.
td-j-an lactare, gotscheewisch und pseudo-cimbrisch : tdjen saugen. — Von
dhd abgeleitet ist saDskr. dadhan, dadhi n. Milch, got. daddjan Milch zu
trinken geben, säugen, gotscheewisch-pseudocimbriscli: tetten säugen.
Vielleicht gab es ein gotisches daian saugen und war die ursprüngliche
Bedeutung von täjan auch saugen (sowie die von lactare zwischen säugen
und saugen schwankt); ein mhd. tetten (ahd. tatjan?), säugen, darf man aus
dein Gottscheewisch-Cimbrischen wohl vermuthen.
Deutschau. Ober — um 1770 mit 6 Häusern; Inter — um 1770 mit
37 Häusern.
Teutschmann, Name in Dürnbach, Liechtenhach, Büchl 1750.
Tiefenreuter, Ortschaft 1770 von 12 Häusern.
Tiefenthal bei Ebenthal, Hatte 1 770 sechzehn Häuser. Cimbrisch heißt
ein Weiler Tiejfa tälele.
dienon 1) dienen. 2) Eierlegen. Ein Liedchen möge hier Platz finden.
Di e non.
Dienen.
Das erste jär gedienot,
Das erste Jahr gedient,
a hiienle werdienot;
ein Hühnlein verdient;
das hüenle wüerot hüenlain. —
das Hühnlein führt Hühnlein (Plural). —
Das zbaite jär gedienot,
Das zweite Jahr gedient,
a ratzle werdienot;
ein Entlein verdient;
das ratzle jteat auf proitem tatzle,
das Entlein steht auf breitem Füsslein,,
das hüenle wüerot hüenlain. —
das Hühnlein führt Hühnlein. —
Das dritte jär gedienot,
Das dritte Jahr gedienet,