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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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S  c  h  r  ö  e  r

obiges  läse  einen  Nadelholzbaum  bezeichnet.  Sanskr.  taksha-ka  in.  Baum,
lat.  taxus,  kirchenslav.  tisa  wird  abgeleitet  von  sanskr.  takshati  behauen
(wie  tdse  =  dahse  aus  dehse),  kirchensl.  tesati  hauen.  Dies  takshati  ist
aber  Eines  Stammes  mit  zend.  tanyayeiti  schirren,  woher  lat.  temo  aus
tecmon  m.  Deichsel;  wozu  auch  lithauisch  tdikan  fügen  und  ahd.  dihsila
Deichsel  gehören.  Der  Zusammenhang  zwischen  dahse  =  tajcus,  dehse  und
dihscl.  wenn  auch  letzteres  aus  der  Ablautreihe  tritt,  ist  offenbar,  reicht  in
Urzeiten  hinauf  und  scheint  in  dem  sanskr.  takshati.  das  behauen,  aber  auch
fertigen  bedeutet,  lat.  texere,  die  abweichenden  Begriffe  der  Ableitungen
zu  vereinigen.  Taksa  bedeutete  wohl  in  der  Ursprache  schon  einen  Baum,
der  behauen  wird,  wonach  die  Sitte,  Nadelholzzweige  als  Streu  zu  gebrauchen, ­
  ebenso  alt  sein  müsste.
tätze  f.  der  Fass,  besonders  der  plumpe  Fuss;  die  Tatze.  —  tatzle
n.  Plural  tatzlain  Füsslein:  das  ratzle  §teat  af  proitem  tatzle
s.  dienon.
pArtätze  f.  Bärentatze,  herba  branc®  ursin®.
Taubenbrunn  oder  Tiefenbrunn,  auch  Römergrund  Ort  bei  Unterlak
1770  mit  8  Häusern.
Taubendorf,  Ort  bei  Nesselthal.
tei-  s.  tai-  u,  toi-;  -te  an  Namen,  s.  name.
Tely,  Name  in  Mitterdorf  1750.  Ebenso  im  ungr.  Bergl.  Pauliseh
1713:  Teil
Telian  s.  Töllian.
Temele,  Temel,  Themelle  Hoheneck  1609,  1684;  Hornberg  1750.  Im
ungr.  Bergl.  Schemnitz  1362:  Thomel;  1819,  1858.  Thomala.
tenn  m.  die  Tenne,  Dreschboden.  Auch  kämt,  mascul.  Lex.  57,  und
schweizer,  neutr.  ahd.  tenni  n.
der  s.  dar.
der-  vor  Zeitwörtern  vgl.  gr.  Gr.  II,  819,  Wtb.  II,  1011.  derkrankhen
  erkranken;  dergean  ergehen;  derwisch  m.  das  Erhaschen; ­
  in  dem  Liede  vom  Ransel  jnnc.
tetten  säugen;  tAjen  s.  d.  saugen;  beide  Formen  ebenso  cimbr.  Wtb.
177,  ital.  tettare,  got.  daddjan  säugen,  nur  an  Einer  Stelle  Marc.
13,  17:  paim  daddjandeim  =  den  Säugenden  (Müttern)  zaXg
(i'j  yaarpi  iyoOacag  xai)  zalg  SvjkatioOooiig.  —  Oineu  hat  gopaiqhtigot.
  Nue  hat  si  dam  gastlichen  ge§oit:  daß  si  ir  kind,
atimie  in  dar  ktrehen,  hat  getettet.  Der  gastliche  hat  aber
gemeint  §i  häts  iimme  prücht,  geteatet  (getödtet).  ahd  hat  §i
imon  aber  den  tüttlain  gäben  (vgl.  Sr,'kr,v  azöivai):  si  häts
lässen  tAjen.
            
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