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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Ein  Ausflug  nach  Gottschee.

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pretle  n.  Schinde),  Brettlein.  So  auch  cimbr.
Printosch,  Name  in  Götn.  Masern  1750.
pringen  bringen,  prächt  gebracht  Fromm.  VI,  521.
prinslaick  m.  Blindschleiche;  mhd.  blintsliche  m.  ahd.  blintslihho  m.
proit  breit;  dar  proite  bäg  der  breite  Weg,  im  Gegensatz  zum
stickela  roin  s.  d.  häufig  im  Liede,
prolle,  prulle  f.  in  ägenprulle  Augbraue.  Aus  mhd.  bräwelin  ward
brälin  und  n  wird  in  Gottschee  ü,  u.
Pröröbl,  auch  Prölibel,  gesprochen:  Prearigel,  Ort  bei  Unterdeutschau
1770  mit  19  Häusern.
Prösc,  spr.  Presse  bei  Riek,  1770  mit  12  Häusern.  —
Prösullen,  spr.  Pr6asullen  hatte  1770  zwei  Häuser,
prösele,  priasele  n.  Bröslein,  kleines  Stück  Brot;  man  sagt  aber
auch  pr£a§ele  honz  n.  klein  gehacktes  Holz.
Prosche,  Name  in  Hornberg  1684.
pross  m.  Knospe;  ahd.  proz,  mhd.  broz  s.,  dazu  und  zu  dem  Folgendem ­
  Gr.  Wtb.  II,  399.  prossen  sprossen,  kämt,  prosten.  ■—
prossmänot  n.  Merz.
Protgesell,  Name  in  Schwarzenbach,  Hornberg  um  1600,  in  Altlaag
um  1750.
prüat  n.  Brot,  darbes  (s.  d.)  proat  ungesäuertes  Brot.  Vgl.  zaltlain.  —
Baißes,  sbiirzes  proat.
Brnnnsee  Ortschaft  1700  mit  vier  Häusern,  gesprochen:  Prnnjeab,
Dativ  Prün$6abc.
prunne  m.,  die  Brühe,  s.  prennen.
prnnnle  n.  die  Quelle,  das  Brünnlein.
prunzkachel  f.  Nachttopf;  noch  in  der  Wetterau:  brunzkachel;  als
Schelte  schweizerisch,  s.  Gr.  Wtb.  I,  442.
Brunskelle  olim  Brünskcle,  Name  in  Stockendorf  um  1600,  vgl.
Wrinskele.  Im  Krainischen  fand  ich  (1867)  Brünskole  aus
Meierle;  Brünskole  aus  Jelsevnick  und  ebenso  aus  Tschernembel.

prust  f.  das  Herz.  Aber  auch  harze  s.  d.
prute  f.  Wiege,  Wol  von  dem  beim  Einwiegen  in  Gottschee  gebräuchlichen ­
  Ausruf:  prutai  ninai?  prutai  nanai!  s.  nanai.  —  Wenn
man  mit  einem  Sprung  ins  Althochdeutsche  zurückgreifen
dürfte  ohne  Übergang,  so  stünde  das  Wort  brutti  f.  terror
(=  gottscheewisch:  pruttai)  zu  Gebote  uud:  nt  brutti  dih
Sitzb.  (I.  phil.-hist.  CI.  LX.  Bd.,  I.  Hft.  lä
            
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