Ein Ausflug nach Gottschee.
225
pretle n. Schinde), Brettlein. So auch cimbr.
Printosch, Name in Götn. Masern 1750.
pringen bringen, prächt gebracht Fromm. VI, 521.
prinslaick m. Blindschleiche; mhd. blintsliche m. ahd. blintslihho m.
proit breit; dar proite bäg der breite Weg, im Gegensatz zum
stickela roin s. d. häufig im Liede,
prolle, prulle f. in ägenprulle Augbraue. Aus mhd. bräwelin ward
brälin und n wird in Gottschee ü, u.
Pröröbl, auch Prölibel, gesprochen: Prearigel, Ort bei Unterdeutschau
1770 mit 19 Häusern.
Prösc, spr. Presse bei Riek, 1770 mit 12 Häusern. —
Prösullen, spr. Pr6asullen hatte 1770 zwei Häuser,
prösele, priasele n. Bröslein, kleines Stück Brot; man sagt aber
auch pr£a§ele honz n. klein gehacktes Holz.
Prosche, Name in Hornberg 1684.
pross m. Knospe; ahd. proz, mhd. broz s., dazu und zu dem Folgendem
Gr. Wtb. II, 399. prossen sprossen, kämt, prosten. ■—
prossmänot n. Merz.
Protgesell, Name in Schwarzenbach, Hornberg um 1600, in Altlaag
um 1750.
prüat n. Brot, darbes (s. d.) proat ungesäuertes Brot. Vgl. zaltlain. —
Baißes, sbiirzes proat.
Brnnnsee Ortschaft 1700 mit vier Häusern, gesprochen: Prnnjeab,
Dativ Prün$6abc.
prunne m., die Brühe, s. prennen.
prnnnle n. die Quelle, das Brünnlein.
prunzkachel f. Nachttopf; noch in der Wetterau: brunzkachel; als
Schelte schweizerisch, s. Gr. Wtb. I, 442.
Brunskelle olim Brünskcle, Name in Stockendorf um 1600, vgl.
Wrinskele. Im Krainischen fand ich (1867) Brünskole aus
Meierle; Brünskole aus Jelsevnick und ebenso aus Tschernembel.
prust f. das Herz. Aber auch harze s. d.
prute f. Wiege, Wol von dem beim Einwiegen in Gottschee gebräuchlichen
Ausruf: prutai ninai? prutai nanai! s. nanai. — Wenn
man mit einem Sprung ins Althochdeutsche zurückgreifen
dürfte ohne Übergang, so stünde das Wort brutti f. terror
(= gottscheewisch: pruttai) zu Gebote uud: nt brutti dih
Sitzb. (I. phil.-hist. CI. LX. Bd., I. Hft. lä