Ein Ausflug- nach fiottschee.
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Vorschrift zu einer Bewaliitze.
Zuerst nimmt man eine Backmulde, darein kömmt das weizene Mehl
dann Salz und laues Wasser. Nun wird der Teig gemacht. Aus demselben Teige
wird nun vier Teiglein „auseinander gemacht“. Die vier Teiglein müssen eine
Viertelstunde rasten, unterdess wird die Fülle gemacht, aus: sechs Eiern,
einem Seitei süßen Rahm, 3 Löffel voll Butter und etwas geriebenes Brot. Das
wird gut unter einander getrieben und die Fülle ist fertig. Nun kommen die
Teiglein auf das Nudelbrett, wo sie mit dem Nudelwalger ausgetrieben sind
(d. i. werden).
Es kömmt etwas Butter drauf und nun wird mit den Händen ganz
fein ausgezogen. Das geschieht mit all den vier Teiglein. Die Fülle wird
nun ganz fein aufs erste Teiglein gestrichen, das zusammen gerollt und auf die
Seite gelegt. Auf das zweite streichet man die Fülle auch so auf und walget
sie in das erste. Das nämliche geschieht mit dem dritten und vierten Teiglein.
Sobald alle vier zusammen gerollt sind, kömmt das in ein Gefäss, welches mit
Butter angestrichen ist und wird gebacken. — Wenn die Bewaliitze gebacken
ist, streut man Zucker darauf, legt sie auf ein hölzern Teller und trägt sie auf
den Tisch.
Wöarschrift z’ oinder hoidain pobalitze.
’s hoidaine mal kirnet inn dü pächmatter, §alz derzu und bert
mitn baöenden prunne überprennet. Man hisset ukiielen. Dar toig
miss lange §ain geballet. Dü wiilte bert grude §o gemächet bie deu
wöarige, lai bert gtat dan §üeßon jauerer ram genumen und §tatt
§malze machäde. Benn dü wülle auf i§t gestrichen strebet man rächt
wil bainperlain drauf. Dü pobalitze bert in a kositze getün und grud
§o baitor werwuren, bie mit dar heantigen.
Vorschrift zu einer Heiden- (Buchweizen-) Bewaliitze.
Das heidene (buchweizene) Mehl kömmt hinein-in die Backmulde,
Salz dazu und wird mit dem wallenden Brunne (d. i. Brühe) überbrüht. Man
lässt abkühlen. Der Teig muss lange sein geknetet. Die Fülle wird gerade so
gemacht wie die vorige, nur wird statt des süssen, sauerer Rahm genommen
und statt Butter Schweinschmalz. — Wenn die Fülle auf wird gestrichen,
streuet man recht viel Weinbeerlein drauf. Die Bewaliitze wird in ein Gefäss
gethan und gerade so weiter verfahren wie mit der vorigen.
prachen brechen, besonders in der Bedeutung: pflücken, röa§en
prachen s. prasten. ili prich, bir praclien vgl. piten.
bradel m. die Barte, der Bart eines hellebardenförmigen Beiles,
slovenisch bradlja, was gleichfalls aus brada Bart hervorgeht.
„praitele, n. Wiesel.“