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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Ein  Ausflug-  nach  fiottschee.

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Vorschrift  zu  einer  Bewaliitze.
Zuerst  nimmt  man  eine  Backmulde,  darein  kömmt  das  weizene  Mehl
dann  Salz  und  laues  Wasser.  Nun  wird  der  Teig  gemacht.  Aus  demselben  Teige
wird  nun  vier  Teiglein  „auseinander  gemacht“.  Die  vier  Teiglein  müssen  eine
Viertelstunde  rasten,  unterdess  wird  die  Fülle  gemacht,  aus:  sechs  Eiern,
einem  Seitei  süßen  Rahm,  3  Löffel  voll  Butter  und  etwas  geriebenes  Brot.  Das
wird  gut  unter  einander  getrieben  und  die  Fülle  ist  fertig.  Nun  kommen  die
Teiglein  auf  das  Nudelbrett,  wo  sie  mit  dem  Nudelwalger  ausgetrieben  sind
(d.  i.  werden).
Es  kömmt  etwas  Butter  drauf  und  nun  wird  mit  den  Händen  ganz
fein  ausgezogen.  Das  geschieht  mit  all  den  vier  Teiglein.  Die  Fülle  wird
nun  ganz  fein  aufs  erste  Teiglein  gestrichen,  das  zusammen  gerollt  und  auf  die
Seite  gelegt.  Auf  das  zweite  streichet  man  die  Fülle  auch  so  auf  und  walget
sie  in  das  erste.  Das  nämliche  geschieht  mit  dem  dritten  und  vierten  Teiglein.
Sobald  alle  vier  zusammen  gerollt  sind,  kömmt  das  in  ein  Gefäss,  welches  mit
Butter  angestrichen  ist  und  wird  gebacken.  —  Wenn  die  Bewaliitze  gebacken
ist,  streut  man  Zucker  darauf,  legt  sie  auf  ein  hölzern  Teller  und  trägt  sie  auf
den  Tisch.

Wöarschrift  z’  oinder  hoidain  pobalitze.
’s  hoidaine  mal  kirnet  inn  dü  pächmatter,  §alz  derzu  und  bert
mitn  baöenden  prunne  überprennet.  Man  hisset  ukiielen.  Dar  toig
miss  lange  §ain  geballet.  Dü  wiilte  bert  grude  §o  gemächet  bie  deu
wöarige,  lai  bert  gtat  dan  §üeßon  jauerer  ram  genumen  und  §tatt
§malze  machäde.  Benn  dü  wülle  auf  i§t  gestrichen  strebet  man  rächt
wil  bainperlain  drauf.  Dü  pobalitze  bert  in  a  kositze  getün  und  grud
§o  baitor  werwuren,  bie  mit  dar  heantigen.
Vorschrift  zu  einer  Heiden-  (Buchweizen-)  Bewaliitze.
Das  heidene  (buchweizene)  Mehl  kömmt  hinein-in  die  Backmulde,
Salz  dazu  und  wird  mit  dem  wallenden  Brunne  (d.  i.  Brühe)  überbrüht.  Man
lässt  abkühlen.  Der  Teig  muss  lange  sein  geknetet.  Die  Fülle  wird  gerade  so
gemacht  wie  die  vorige,  nur  wird  statt  des  süssen,  sauerer  Rahm  genommen
und  statt  Butter  Schweinschmalz.  —  Wenn  die  Fülle  auf  wird  gestrichen,
streuet  man  recht  viel  Weinbeerlein  drauf.  Die  Bewaliitze  wird  in  ein  Gefäss
gethan  und  gerade  so  weiter  verfahren  wie  mit  der  vorigen.
prachen  brechen,  besonders  in  der  Bedeutung:  pflücken,  röa§en
prachen  s.  prasten.  ili  prich,  bir  praclien  vgl.  piten.
bradel  m.  die  Barte,  der  Bart  eines  hellebardenförmigen  Beiles,
slovenisch  bradlja,  was  gleichfalls  aus  brada  Bart  hervorgeht.

„praitele,  n.  Wiesel.“
            
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