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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Ein  Ausflug  nach  Gottschee.

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Auffallend  hier  ist  das  a  für  e  der  ersten  Siihe  das  sonst  nur
für  8  steht;  sonst  ist  die  Form  uralt.
pläden,  plodcn  pedere,  Alemannisch  blödem,  in  der  Bedeutung  „von
einer  krampfartigen  mit  einem  dumpfen  Laut  verbundenen
Blähung“  Stalder  I,  186.  —  Sonst  in  Gottschee:  waigten  s.  d.
und  ploder.  Vgl.  plodern  mingere  im  ungr.  ßergl.  Nachtr.  18.
PInyc,  Name  in  Tschermoschn.  1614.  Wohl  für  Pleihe  zu  ahd.  pleih
bleich.  Der  Vocal  erhellt  aus  der  Nebenform  Ploje,  die  mir,  um
1770  in  Pölandl  vorkömmt.  —  Im  ung.  Bergl.  Blag  Blei  Gdl.
Ksch.  Prb.  1700—1860.
Blassmann,  Name  in  Mooswald  1600.
pliltte  f.  Glatze,  geschorene  Stelle  am  Haupt,  kahle  Fläche  überhaupt.
Vgl.  kärntisch  plätte  f.  Lex.  30.  —  Ungewöhnlich  ist  das
gottscheewische  Compositum  ärjplätte  f.  Obwohl  schon  ahd.
blattä  mhd.  blute  vorkömmt,  ist  das  Wort  doch  entlehnt,  vgl.
gr.  TrXdrvj.  —  plättic  kahl  vgl.  platzic.
platzic  1)  glatzköpfig;  mhd.  glntzeht.  Alemann.  blasskopf  Stald.  I,
181.  2)  voll  Flechten,  Zittermal  s.  lüffeuer.  a  platzlgcs  geeicht,
s.  Schmell.  I,  340:  pletzen,  Schorf  auf  der  Haut,  zu  got.  pluts
knißAr/txtx,  ahd.  blez.
pläassen  blöken.  Cimbr.  plezar  Winsler  CWtb.  166.  Schmell.  I,
238:  blässn  blöken.  Demnach  ist  die  Form  pläassen  eine  unorganische ­
  Dehnung  einer  älteren  Form:  plessen.  Das  wäre
mhd.  blezzen,  blezen  ahd.  plazjan.  Die  mhd.  Form  ist  nicht
nachgewiesen.  Die  im  mhd.  Wörter!).  I,  203  angegebene:
bldze,  blazunge  beruht  auf  einem  Irrthum.  Da  nämlich  auf
Graff  IV,  1268  verwiesen  wird,  wo  es  heisst:  (Graff  III)  „S.  269
Z.  10  v.  u.  1.  blözen  st.  blozan“,  so  ist  hier  offenbar  die  Dehnung ­
  des  A  angenommen,  indem  dies  blozan  sacrificare  mit
blazan  blocken,  halare  verwechselt  worden.  Für  die  oben
theoretisch  aufgestellte  ahd.  Form  plazjan  sprechen  die  hei
Graff  III,  269  vorkommenden  Formen:  placeandi  balantes  und
das  umgelautete  plezunga  f.  balatus;  so  auch  die  Formen
plazzandi,  plazzanti  (wo  zz,  wie  so  oft,  aus*;'  hervorgegangen
scheint),  die  zugleich  für  Kürze  des  A  sprechen.
Plesehe,  Name  in  Schwarzenbach  um  1600;  in  Götenitz,  Ehen.
Händlern  um  1700.  Vgl.  Plüsche.  Im  ungr.  Bergl.  Plesch  Neusohl ­
  1390,  Plescher  Schemn.,  1404.  Plöss  Pless  später  häufig.
            
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