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pi§en mit der Osterruthe schlagen, am Tage der unschuldigen Kindlein.
Daher heisst dieser Tag pl§entäc, die Rute : pijeuruate, —
Uni Villach sagt man pisnen Lex., sonst tschilpen Lex. 214 mit
dem Rufe tschilp tschilp, frisch und gesund 1 ferner: kärntisch
Lex. 178: 16astn, wozu der Spruch: leaste, leaste, frisch und
gsund! was Lex. nicht verstanden hat. Er war schon aus
Schm. I, 308, wo der Spruch oberpfälzisch lautet: „is de
yfeffer rasst welltsn leisn a! wofür dann ein kleines Douceur
gereicht wird“ leicht erklärbar, leaste ist nicht unter ein Zeitwort
leastnen, sondern unter leasen zu stellen und bedeutet: lös
dich, kauf dich los. So heisst es im ungr. Bergl. zu Ostern:
sckmeckoster zen Ostern, ding ä, ding ä d. i. dinge dich ab,
kaufe dich los Nachtr. 46.
In Gottschee heisst es nun auch: leaste 16a§te, wrisch und
ge§uud! gesund auslabeni länges Iahen? und aufs jär um hundert
gülden raicher!
Die Sitte mag auch in Schwaben verbreitet sein. Sch melier
citiert II, 310, unter aufkindeln einen Vers:
„Und an dem lieben kindlenstag
geht heftig an der jungfern plag;
dann um lebzelten sie zu haun
vil junge pursch sich lassen schaun.“
Eine Verwandtschaft mit dem auch in Schlesien üblichen
österlichen Schmeckostern, das oben berührt wurde, ist gewiss
vorhanden. So erinnert auch das frisch und gsund an die Rufe
der Johannistänzer anno 1374 und ferner (s. Uhland’s Schriften
III, 399 mit den Anmerkungen S. 484f.) an das alte:
lierre St. Johann, so so,
frisch und fro!
Bischal, Name 1861 Elze S. 40. Vgl. Eiischl ungr. Bergl.
Käsm. 1840.
pissle n. 60 Ellen. Das pissle laimait hat 30 stäbe s. d.
piten bitten, i pit, du pitest; bir päten: bitten; hungepaten,vgl.patteu.
Pätzl, Name in Tschermoschm. 1614. s. Pützl.
jilackatzen, plackaizen blitzen. Kärntisch: plickazn, blöckczcn, pleaggazn,
ploggazen (Drauthal) Lex. 32. Wie eine Versetzung der
Laute sieht aus cimbr. plitzegen CWtb. 1öS. — Ahd. plecchazan
etc. aus welchem unser blitzen nur eine Zusammenziehung ist.