Ein Ausflug nach Gottschee 20d
in Mundarten lebt, könnte das Wort der (besser die) ApfaUer:
Apfelbaum immerhin wieder aufleben in der Schriftsprache.
ar er.
ar- her-: arinnen, aranssen herinnen, heraussen.
arbuiße f. Bohne. Rdnkhlate — rankende Bohnen; stochhate —
Zwergbohnen: kuglate — Erbsen. Diese Form weist auf ein
ahd. arawiza zurück, vgl. aruuizza bei Graff I, 465, neben der
gewöhnlichen Doppelform araweiz und arawiz. Arbaißwrasser
m. Dorndreher.
Arg m. Arsch. Arswiille f. Hagebutte. Arsplätte f. Arschbacke.
A§, ns n. Aas, ahd. ds n.
aschc f. Asche. Aschcnwögcle n. Aschenbrödel im Märchen.
Äsen, Asne f. Ilolzstoss. Mild, ds f. Ballte, Stützbalke, dann Gestelle,
Gerüst im Schornstein fiir Gegenstände, die zu trocknen sind.
Gotisch ans m. der Balke. Kärntisch äsen, ddsen, ese. Lex. 10.
Schm. I, 115, alemann. asm f. Sfalder I, 114. Dies letztere
asni (sowie auch das gottscheewische ä§ne) scheint ein umgestelltes
ansi (ansej, so Grimin’s Wtb. I, 587. Die in Baiern
und Tirol noch übliche uralte Form ans, ansbaum, ensbaum ist
dasselbe, Gr. Wtb. I, 432, 434.
asd, so, also. Ebenso hört man: ahö s. d. — a.sA drc s. dre.
alli das, s. dar.
assach n. Ilolzgeschirr, Holzgefäße. Ebenso kärntisch, österreichisch
Lex. 10. Gr. Wtb. I, 587.
assen essen, daher guß, go-aß gegcss°n, statt mild. gaT,. S. Schmell.
§. 962.
ast n. Nest.
Audi in Kärnten sagt man est für nest. Lex. 10
unter ast.
at- in: atidcn unten, ntinnen innerhalb, atoben oben, atnnten unten.
Man wird in Gottschee nicht leicht die Wörter: unten, innen etc.
zu hören bekommen, sondern immer nur atidcn, atinne, auch
at außen für außen. Sowohl das at-, als auch namentlich die
Form idcn (wohl für nidcn, sowie Sehmell. II, 681 ’idc' für
nidcr anführt) kommen weder im Cimbrischen, noch im Kärntischen
oder, meines Wissens, sonst wo im Österreichischen vor;
auch Schmeller hat die Formen nicht. — In solchen Bildungen
zeigt sicli eine Eigcnthiimlichkcit des Goftschecwischen, die eine