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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

Ein  Ausflug-  nach'•Gottschee.

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Dimitz  deutsch  benannten  Orte  ').  Diniitz  gibt  St  Ilauser  an,  und
aus  obigen  Angaben  der  Häusernuinmerh  von  1867  ergeben  sieb  90;
wonach  in  letzter  Zeit  9  Häuser  zugewachsen  wären  *).  Die  Gesammtzahl
  der  Einwohner  wird  jetzt  zu  1329  Seelen  berechnet,  Catalogus
Cleri  Labacensis  1867  pag.  23,  während  der  französischen  Besetzung ­
  von  1809  bis  1813  zählte  die  Mairie  Zarz,  nach  dem  Budget
von  1814,  1500  Seelen.  —  Diese  deutschen  Ansiedler  sollen  nun
um  das  Jahr  1283  durch  den  Bischof  Enicho  aus  Innichen  im  Pusterthale
  hieher  versetzt  worden  sein,  obwohl  schon  im  12.  Jahrhundert
in  der  Umgegend  deutsche  freisingische  Colonen  nachweisbar  sind,
s.  Zahn,  in  den  Mittheilungen  des  histor.  Vereins  für  Krain,  Jänner
1861:  „die  Leistungen  der  freisingischen  Unterthanen  in  Krain  am
Beginne  des  14.  Jahrhunderts.“
Dass  die  Zarzer  alle  3  Jahre  eine  Opferkerze  und  eine  Geldgabe ­
  an  die  Kirche  zu  Innichen  abgeben,  Dimitz  a.  a.  0.  Seite  IS,
deutet  wohl  auf  einen  Zusammenhang  hin.
Bemerken  muss  ich  immerhin,  dass  in  all  den  älteren  Urkunden,
auf  die  man  sich  hier  bezieht,  der  Name  von  Zarz  oder  Sorica
nicht  vorkömmt  und  dass  damit  demnach  wohl  die  Anwesenheit  von
Deutschen  um  Bischoflack,  nicht  aber  die  Gründung  der  Zarzer  Ansiedelung ­
  nachgewiesen  ist.  Nach  dem  oben  citierten  Diöcesankatalog
wurde  die  Pfarre  Zarz  erst  im  Jahre  1656  gegründet  und  stand
früher  unter  der  Plärre  Sei  zach.
Ich  lasse  hier  die  Familiennamen  folgen,  die  noch  am  ersten,
wenn  man  einmal  Namenverzeichnisse  aus  Tirol,  Kärnten,  Steiermark
haben  wird  (mit  Angabe  der  Orte  wo  sie  Vorkommen)  auf  die  frühere ­
  Heimath  führen  könnten.  Da  ich  die  Gottscheewer  Familiennamen, ­
  so  vollständig  als  ich  sie  erreichen  konnte,  dem  Wörterhuche
einverleibt  habe,  kann  ein  Vergleich  mindestens  mit  dieser  Ansiedelung ­
  angestellt  werden.
Adam  in  Ober-Daine.  Droll  in  Ober-Zarz.
Daxkohler  in  Unter-Zarz.  Eggart  in  Ober-Zarz  ;Unter-Zarz.
*)  Wenn  Zarz  (Ober-  und  Un  ter-)  schlechthin  Dörfle  heisst,  als  Hauptort,  so
lassen  sich  die  andern  errathen.  Daine  :  IIueben  (denn  nur  diese  Namen  haben
nach  beiden  Angaben,  ausser  Zarz,  ein  Ober-  und  ein  Unter-),  Hanne  :  Ebelein ­
  (slov.  ra  ven  =  eben)  und  Sab  e  rd  a  m  offenbar  :  hinterm  Eck  (slov.  za:
hinter  und  berdo:  die  Ecke);  Poresen  mit  8  Häusern  übersieht  Diniitz,  wodurch ­
  die  Differenz  der  Häuserzahl,  bis  auf  Eines,  sich  au.sgleicht.
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