Ein Ausflug- nach Gotlschee.
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berg, linnbe halbe, djdud geld, ijnucl gold, uiiter alter, wollt, ivimt
und wutt w ollte, oust alles, wßust willst, püusch polisch, füllt fühlt,
definit gefühlt, deußtj (gelücke) Glück.
Andere Umgestaltungen des deutschen Lautes, die dem Slovenischen
eigen sind, theilt das Gottscheewische nicht. Z. B. erweicht
das Slovenische das auslautende k: antverh, spe'h, zmah Handwerk,
Speck, Geschmack, indem das Gottscheewische diese Auslaute noch
in alter Weise k spricht; davon ist ploch Block keine Ausnahme,
denn dies ist die echte hd. Form, mhd. bloch.
Elze findet in den Ausdrücken (sieh unten imWörterb. S.262 unter
hairaten] mannen und baihen für heiraten slovenischen Einfluss,
indem ozeniti se und omoziti sc allerdings wörtlich dasselbe ist. Da
aber auch in Vorarlberg gesagt wird: sie hat gmannet und er hat
gwfbet CWtb 145", cimbr. mannen und baihen ebenso gebraucht
wird Wtb. 108, 14ö, ja die Ausdrücke mannön wibon schon ahd.
Vorkommen, so ist hier kein Grund vorhanden Entlehnung anzunehmen.
Die slovenische Zunge verwandelt demnach den deutschen Laut
entweder ganz anders als derselbe in Gottschee gestaltet wird, oder
sie steht, wo sie mit der Gottscheewer Aussprache übereinstimmt,
selbst u nt er frem dem E in fl u ss und im Einklänge mit Deutschen
und Welschen an der Grenze Italiens bis an den Monte Rosa.
Und so wird sicli denn der Einfluss des Slovenischen auf die
Mundart von Gotlschee wol gröstenlheils auf einige slovenische
Ausdrücke beschränken, s. z. B. ratze, §upan, im Wörterbuch, die eingedrungen
sind, bei weitem nicht so zahlreich als deutsche Ausdrücke
ins Slovenische, Dass in den Grenzorten Masereben, Suche,
Obergras u. a., wo an der Slovenisierung stark gearbeitet wird, häufiger
slovenische Ausdrücke in die Rede gemischt werden, soll damit
nicht in Abrede gestellt werden.
Wenn wir demnach die Anschauung, der zufolge das Eigenthümliehe,
Besondere in der Mundart von Gottschee, slovenischem
Einflüsse zuzuschreihen wäre, nicht begründet finden, so fragt es
sich: ob dieses Besondere sich nicht aus der langjährigen Abgeschiedenheit
von deutschem Leben, zunächst von dem bairisch-österreichischen
Volksleben, erklären lässt. Es haben sich ältere Formen
erhalten, eigentbümliche Bildungen in der Abgeschiedenheit erst entwickelt
und aus diesen beiden Factoren allein schonmusste die Sprache
von Gotlschee notlnvendig ein eigentluimliches Ansehen gewinnen.