Ein Ausflug- nach Gottschee.
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mild, sniuze Schneuze) Liehtscheere, snofati schnupfen. Das mhd.
sch wird s, zuweilen sic: sala Schale, sapel mhd. schapel; sek
Schecke, sinn Schiene, suba oder savba Schaube, slcaf Schaff, skopa
Schaub, skarje Sclieere, skrdt mhd. schrate (elbisches Wesen).
Inlautend und auslautend wird s zu z: gaizlja Geisel, rozinhranc
Rosenkranz, gartroza Gartenrose, viza Weise, spiza Speise,
vaza, ruza Wasen, Rasen, glaz Glas.
Mhd. g bleibt scharfes s; los, lusati Loos, loosen. Romanisches
g ebenfalls in solddt. Daher dürfte das * ein Zeichen sein, dass zegin
Seegen nicht direct aus signum ins Slovenische übergegangen ist
sondern aus dem Deutschen (ahd. sägan, mhd. sägen).
Diese Verhältnisse entsprechen nun, ihrem ganzen Umfange
nach, dem gottscheewischen Lautstande und hier müssten wir nun
slovenischen Einfluss gelten lassen, wenn diese Erscheinung nicht
gerade wie die unter 1. besprochene, auch im Cimbrischen und
Italienischen (und Furlanischen, s. oben Seite 171) zu bemerken wäre.
Zu bedauern ist, dass in der im CWtb. gegebenen Lautlehre dieser
Punkt nicht ausführlicher behandelt ist, obwol ich aus den daselbst
gegebenen Andeutungen anzunehmen nicht Anstand nehme: dass das
Verhältniss ganz dasselbe ist. „S klingt, nach der italienischen
Aussprache jener Gegend, fast wie sch, slavisch s“ CWtb.
S. 45. Dieses „fast wie sch, slavisch s“ bezeichnet wol nichts
anderes als das tönende sch d. i. §, slovenisch z, französisch je. Dass
es vor l mnb (=m>), wie im Gottscheewischen tönend, vor p und t
scharf klingt, dürfte Schmeller entgangen sein. Vor r wird sch
(scharf) geschrieben und gesprochen. „Für die s, die es auch in der
älteren deutschen Sprache sind, setzt das Cimbrische, obgleich sie
wie die oberitalienischen s gesprochen werden, sein einfaches s, als
glas, maus, disar, lesen, biso“. Es wäre demnach zu schreiben, wie:
in Gottschee: gla§ (slovenisch glaz), mau§, disar, le§en, biso. „Chs
wird geschrieben — cs und ausgesprochen — ksch, wie: ocso, bacs,
vucs (ohs, tcahs, vuhs)“ also okso, balc§, wulcs wie in Gottschee 1 ).
Wenn wir demnach nicht annehmen wollen, dass das Slovenische
auch auf das Furlanische, Oberitalisclie, Cimbrische ge-*)
Die Walser in Vorarlberg: haben unter anclerm auch } (z. B. }i: sic) im Anlaut,
8. Fromm. IV, 324. Die Deutschen am Monte Rosa ebenso; fin, ha$o, lefan, sein,
Hase, lesen Schott, die Deutschen in Piemont lüS.