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S c h r ö e r.
V
Safarik Pamatky (Prag 1851) p. 44 Gesetz des St. Dusan von
1356 handelt von Waldrodungen der Sachsen.
Uber Streitigkeiten zwischen Sachsen und Ragusanern werden
ähnliche Bestimmungen wie oben wiederholt 1387. 1389. 1405.1428.
1445. Miklosich a. a. 0. CXCV. CXCVI. CCLI. CCLII. CCC. CCCL.
In Safafiks gesammelten Schriften (sebrane spisy) III, 74
werden deutsche Ansiedelungen in Novo Eirdo, Kiprovec und Thernovo
erwähnt. Novo Brdo wurde 1455 von Sultan Mehemed erobert, 1466
wurde die sächsische Kirche daselbst von den Türken genommen.
Alte Grabsteine sollen noch alte sächsische Namen und Inschriften
aufweisen.
dottschee. —• Die deutsche Ansiedlung von Gottschee gehört nun
jenen älteren Ansiedelungen des 12. und 13. Jahrhunderts nicht an.
Wir werden sehen, dass nicht nur die Annahme von Zeuss, der sie
für einen Vandalenrest hielt, unhaltbar ist, sondern dass ihr Ländchen
sogar um die Mitte des 14. Jahrhunderts noch eine unbewohnte
Wildniss war. Die Mundart zeigt Verwandtschaft mit den nächst gelegenen
deutschen Gegenden von Steiermark, Kärnten, mehr noch,
was hemerkenswerth ist, mit den entlegeneren Cimbri. Über die Stellung
zu den Mundarten des ungrischen Berglandes werde ich weiter
unten noch sprechen. Was aber besonders und in auffallender Weise
die Gottscheewer Mundart von den genannten Mundarten unterscheidet,
das sind Spuren schwäbischen oder allgemein alemannischen und
mitteldeutschen Einflusses. Möglich, dass das wenige, das auf
Mitteldeutschland oder Niederdeutschland hinweist, mit diesen alemannischen
Elementen eingebracht ist; wahrscheinlicher noch scheint,
dass man neben einer alemannischen auch eine fränkische Zuwanderung
wird annehmen müssen, was auch zu der Th. Chrön’sehen Angabe
stimmt. Ob nun diese alemannischen Zuwanderungen durch
freisingische Colonisationen oder durch Beziehungen der Oldenburger
zu erklären sind, dies müssen uns die Historiker aufklären.
Dass der jetzige Bestand der Gesammtbevölkerung von Gottschee
nicht rein auf eine einzige Einwanderung zurückzuführen ist, sondern
dass sich dieselbe nach und nach noch durch Zuwanderungen
verstärkt hat, ist kaum zu bezweifeln. — Wie es um die Frage der
deutschen Niederlassung von Zarz steht, das habe ich unten
S. 194 erörtert. Vielleicht fordert die dürftige Nachricht solche, die
dazu in der Lage sind, zu weiteren Mittheilungen auf.