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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 60. Band, (Jahrgang 1868)

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Müller

S  u  a  n  i  s  c  h.

Singular.

Plural.

1.  Person  kh-w-apstlii  ich  lobe
2.  „  kh-apsthi
3.  „  apstlia

kh-w-apsthi-th
kh-apsthi-th
apsthi-kli

II.  Cluaraktere  der  Tempora  und  Modi.

Zeichen  des  Präsens  ist  -al,  oft  in  -e  verkürzt  i),  -b,  -ba,
-iv,  -m.  Ich  halte  -cd,  wie  ich  bereits  oben  bemerkt  habe,  für  das
Verbum  substantivum  ur  „sein“;  die  übrigen  Zeichen  sind  wahrscheinlich ­
  nichts  anderes  denn  eine  Verstümmelung  der  Wurzel  qaw,
welche  mit  ur  synonym  ist.
Zeichen  des  Imperl'ectums  ist  -di  (dialekt.  -thi),  wobei  oft  vorhergehendes ­
  b,  w  (Präsenszeichen)  in  6  erweicht  wird.
DasMingrelische  bietet  für  das  Imperfectum  -di,  -ndi,  das  Suanische
  -udi,  -edi,  -midi,  -nedi.
Das  Perfeetum  hat  das  Zeichen  -i,  -e  (wie  im  Lazischen  und
Mingrelischen):  in  vielen  Fällen  wird  es  durch  den  nackten  Verbalstamm ­
  (wie  im  Suanischen)  gebildet.
Zeichen  des  Pluscjuamperfectum  sind:  -a,  -s,  -ia,  -e.bia,  -emia,
-na,  -bies,  -binu.  Bei  Verbis  transitivis  ist  das  Plusquamperfectum
immer  eine  Substantivform,  welche  mit  dem  Pronomen  im  Instrumental
verbunden  wird,  bei  Verbis  neutris  und  passivis  stellt  es  ein  Participium
  perfecti  passivi,  verbunden  mit  dem  Verbum  substantivum,  dar.
Das  Futurum,  mit  dem  auch  der  Optativ  zusammenfällt,  hat  das
Zeichen  -o,  welches,  aus  mehrfachen  Spuren  zu  schliessen,  aus  -b
erweicht  ist.  Das  Futurum  ist  darnach  als  eine  Abart  der  zweiten
Präsensbildung  zu  betrachten.

Paradigmen  des  Verbums.

Nachdem  ich  im  Allgemeinen  die  Bildungsgesetze  des  Verbums
dargelegt  habe,  will  ich  im  Nachfolgenden  einige  Paradigmen  beibringen
  und  einige  specielle  Erläuterungen  daran  anknüpfen.

1)  Diese  Verkürzung  des  ar  in  e  zeigt  auch  das  Mingrelische  gegenüber  dem  Lazischen, ­
  z.  B.:
Mingrel.  mo-b-kwath-a  ich  haue  ab  =  Laz.  mo-b-kot-are.
            
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