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Aschhach
Begehung der Stiftungsfeier eingeladen wurden, um dieselbe zugleich
mit einem andern Feste zu verbinden.
Celtes, der sich noch vor Ablauf des Jahres 1490 <) von Heidelberg
nach Mai n z begehen hatte a ), veranstaltete dort am 1. Februar
1491 seine 32jährige Geburtsfeier, im Kreise seiner humanistischen
Freunde. Mit dieser Feier ward die Constituirung derSodalitas
literaria Rhenana in Verbindung gesetzt s), deren erstes Werk es
!) Dass sich Celtes damals nur kurze Zeit in Heidelberg aufgehalten hat, gibt auch
Hautz (Gesell, d. Univ. Heidelberg I. S. 327) an.
2 ) Lih. Amor. IV. eleg. ult.
Unus et alter abit mihi nunc dulcissimus annus.
Kliipfel I. S. 119 bemerkt dazu mit Recht: Quae quidem verba non de completis
duobus annis, sed solum inchoatis, velim intelligas.
Erhard (Lehen des C. Celtes S. 66) setzt den Aufenthalt des Celtes in Mainz
fälschlich ins J. 1494 auf seinen 35jährigen Geburtstag; er hat sich zu dieser Annahme
durch eine ungenaue Bezeichnung des Dichters bestimmen lassen. Odar.
lih. II. od. 3.
Februis nalus quid agam Calendis,
Quae mihi primam trihuere lucem?
Septimi lustri mea dum revolvunt
Fila sorores.
Nach der Redeweise des Dichters, welche in seinen poetischen Schriften öfter vorkommt,
ist das 7. Lustrum die Zeit vom 31. bis 33. Lebensjahre; es schloss daher
auch das 32. Jahr in sich. — Schenkten wir den ungenauen chronologischen Angaben
des Celtes in seinen Dichtungen überall Glauben, so hätte nach lib. Amor.
III. eleg. 12 die Mainzer Geburtstagsfeier im 36. Lebensjahre des Dichters, also
1495, stattgefunden, als er schon in Ingolstadt docirte.
8 ) Da merkwürdiger Weise Celtes selbst weder in seinem Reisegedicht noch sonst in
seinen Werken von der Zeit der Stiftung der Sodalitas Rhenana spricht: da in der
von der Sodalität herausgegebenen Vita des Celtes überhaupt keine Erwähnung
von der Errichtung der rheinischen Gesellschaft gemacht wird und da auch in dem
Codex epistolaris Celticus kein Aufschluss sich darüber vorfindet, so ist man in
dieser Sache ganz auf die Combination angewiesen. Daher konnte es nicht fehlen,
dass die Meinungen derer, welche den Gegenstand behandelt haben, sehr auseinander
gehen. G. N. Wiener (de Sodalitate Rhenana. Wormat. 1766. 4° p. 14) setzt
ganz unrichtig die Stiftung ins J. 1482, wo Celtes noeh als Scholar in Köln war
und er hei der Gründung nicht hatte mitwirken können; Zapf (Leben J. Dalbergs,
p. 138) spricht sich für das J. 1487 aus, wo im Februar Celtes noch nicht gekrönter
Dichter war; Erhard (Leben des Celtes S. 137) nimmt das J. 1493 an, und setzt
S. 63 irrthümlich alles, was ins J. 1491 gehört, ins J. 1494. Hautz, Gesell, der
Heidelberger Univ. I. S. 357 bestimmt als Gründungszeit das J. 149G. Am genaue-