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dienen, besonders wächst eine Blume, die van den Arabern Xeitün
genannt wird, sehr häufig daselbst. Diese Blume
ist hellgelb und gleicht im Bau der Hyacinthe, doch hat sie keine
Blätter sondern die Bliithe wächst unmittelbar aus der Erde hervor,
die Beduinen sampeln diese Blume und verwenden
sie gedörrt als Brennstoff. Der Boden der Wüste wäre vollkommen
zum Ackerbau geeignet und selbst Wasser Hesse sich
finden, wenn man Brunnen graben wollte ; .allein es fehlt die Bevölkerung,
um diese Gegenden zu cultiviren und der Beduine zieht
es vor, mit seinen Heerden von Trift zu Trift, von Quelle zu
Quelle zu ziehen, statt sich in einemDorfe anzusiedeln und von übermüthigen
Osmanli’s sich drückende Gesetze vorschreiben zu lassen.
Zur Zeit als ich dieses Thal durchzog, befand sich drei
Stunden ober Atana das Lager eines arabischen Stammes, schwarze
Zelten waren ohne Ordnung neben einander aufgespannt, und das
Thal zwischen beiden Bergen war mit Heerden von Ziegen, Schafen,
freiweidenden Kamehlen und Pferden bedeckt. Dieser Beduinenstanim
war noch keiner der grossen, unvermischten Stämme,
deren Namen schon seit Mohammed’s Zeiten und früher berühmt,
sondern derselbe hatte sich ans verschiedenen Stämmen und den
Bauern der benachbarten Döi’fer gebildet. Dessenungeachtet war
ihre Sprache schon ein viel reineres Arabisch als das der Städter;
auch ihre Gastfreundschaft ist eine echt arabische, alles das Wenige
was sie haben wird dem Gaste vorgesetzt, sauere mit Wasser
verdünnte Milch, Schenine (iäli) genannt, Butter, Dibs und Käse.
Obwohl ihr einziger Reichthum in Schafen besteht, so halten sie
es für ihre Pflicht, dem Ankömmlinge ein Schaf zu schlachten, und
würden beleidigt sein, wenn man es ausschlüge. Nie wird der
Fremdling mit neugierigen Fragen belästiget, der Herr des Hauses
beeilt sich allen Wünschen des Gastes zu genügen. Auf jedes
Verlangen ist senie Antwort nur Hal)et-el-Bereke ,
d. i.es kehrte der Segen ein (in meinem Hause durch deine Ankunft).
Seinen Gast vertheidigt, beschützt er, und wiederfährt ihm ein
Unrecht so rächt er ihn. Daher auch der Beduine, dessen Gast
ich war, mir beim Abschiede sagte: Und sollten dir Uebelgesinnte
begegnen, so sage: Ich war Gast bei Dawüd. Es war