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Von diesem Dorfe aus läuft die Strasse Derb-es-Sultäei wieder
bis zu dem drei Stunden entfernt liegenden Dfcheirüd Am
Fusse der auf der nördlichen Seite des Thaies hinziehenden Berge
läuft eine Wasserleitung Kahrif oder, wie die Beduinen diess
Wort aussprechen, Asahrif. Es besteht eine solche Wasserleitung
aus aneinander sich reihenden tiefen Gruben, die von einander 10 bis
20 Fuss abstehen ; diese Gruben beginnen am Fusse des Gebirges
und es sammelt sich in der nächsten Grube das Wasser an,
von dieser dringt es in die zweite ein und so fort. Auf diese Art
wird das Wasser in beträchtliche Entfernungen geleitet. Ueber
dasselbe Gebirge führt nicht weit oberhalb Dfcheirüd eine Strasse nach
Malula, das auf der anderen Seite dieses Gebirges liegt. Diese
Strasse ist aber, da sie über ein bloss aus Felsen bestehendes
Gebirge führt, nur für Maulthiere und Pferde, nicht für Kamehle
gangbar.
Vier Stunden von Mu’assemije gegen Osten ist das schöne
Dorf Dfcheirüd. Dieses Dorf mag über 2000 Einwohner haben ; die
Häuser sind schön gebaut, um das Dorf herum dehnen sich Gärten
aus so wie Pflanzungen von Weinreben. Dieses Dorf ist ganz neuerlich
entstanden. Der Gründer desselben ist der jetzige Vorsteher
des ganzen Districtes Färis Aghä-el-Dfcheirüdi. Derselbe
gründete zuerst dieses Dorf, und wusste mit Umsicht und Entschlossenheit
das umliegende Gebiet vor den Einfällen und Raubzügen
der Wüstenaraber zu schützen, wodurch er dieses Dorf in grossen
Flor brachte. Dieses ganze Thal, das ehemals ganz unsicher war,
ist jetzt durch seine Energie völlig sicher; er steht als Befehlshaber
an der Spitze eines Haufens irregulärer Reiter von dreihun-.
dert Mann; er hat ebenfalls von der Regierung den Mir! gepachtet.
Die Häuser dieses Dorfes oder vielmehr Städtchens sind alle aus
festen Lehmziegeln gebaut, die, da der Boden sehr viel Gyps enthält,
sehr dauerhaft sind. In Dfcheirüd sind drei Moscheen mit Minareten,
die Bewohner treiben Ackerbau und besitzen zahlreiche
Heerden von Kühen, Schafen, Ziegen und Kamchlen. Das
Haus des Färis Aghä el-Dfcheirüdi ist ganz aus Stein gebaut
mit einem ersten Stockwerke. Hier, wo schon die Tracht der
Bauern ganz der Art wie sich die Beduinen kleiden, ähnlich ist,
herrschen auch schon die Beduinensitten vor, besonders aber die