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nördlich in der Entfernung von vielleicht zwei Stunden das Dorf
Hille (aIo.) liegen, die Strasse aber läuft nordöstlich fort und führt
zu dem ein und eine halbe Stunde fernen Dorfe Kuteifa, nicht
weit von diesem südlich knapp am Gebirge, das Berghaus Utala
Safire nennt, liegt das Dorf Ruhaibe (L^). Kuteifa bietet mit
seinen schönen Gärten, deren frisches Grün gegen die nackten
Felder -der Umgegend und die röthlich braunen Felsmassen der
Gebirge sehr schön absticht, den Anblick einer Oase in der
Wüste dar. Dieses Dorf mag bei 1500 Einwohner haben. Bemerkenswerth
ist der schöne von Sinänpäfchä im Jahre 1000 dev
Ilidfchret erbaute Chan. Dieser Chan ist ganz aus Quadersteinen
erbaut; ein gewölbter Thorweg, worin zu beiden Seiten Kaufbuden
sind, führt in einen weiten Hof. Rechts vom Thorwege
ist eine schöne Moschee mit Minaret, aus diesem ersten Hofe
gelangt man in einen inneren Hof, der sechzig Schritte lang,
und siebzig breit ist. In der Mitte des Hofraumes ist ein
Wasserbecken aus Stein mit stets fliessendem Wasser. Um diesen
Hofraum läuft ein von steinernen Pfeilern getragener gewölbter
Gang, hinter welchem sich die Magazine und Ställe befinden;
dieser Chan ist jetzt bei der erstorbenen Handelsthätigkeit nur
sehr selten von Karawanen besucht. Auf der grossen Handelsstrasse
von Damaskus nach Ilaleb befinden sich von Stunde zu
Stunde solche Chane, die jedoch jetzt meistens' in Verfall gerathen
sind. Die bei dem Chan befindliche Moschee ist ebenso wie
der Chan selbst ein Bau des Sinanpascha, das Einkommen des
ganzen Dorfes so wie des Chans ward von demselben seiner
Moschee Sinänije in Damaskus als Wakf, d. i. fromme Stiftung,
vermacht. Die bei diesem Dorfe befindlichen Gärten erstrecken
sich eine halbe Stunde weit um dasselbe, es gedeihen daselbst
Weinreben, Aepfel, Birnen, Aprikosen, Feigen und Nussbäume.
Das Dorf hat einen Dorfschulzen Scheich-el-Beled, der aber unter
dem Aghä von Dfcheirüd steht, welcher letztere diesem ganzen
Districte vorgesetzt ist. Eine halbe Stunde ober diesem Dorfe ist
das ganz ähnliche Dorf Mu’assemije, gleichfalls mit einem schönen
Minaret, breiten Strassen und netten Häusern; überhaupt haben
alle die Dörfer um Damaskus herum ein viel wohlhäbigeres Aussehen
als die im Norden von Syrien, besonders um Haleb gelegenen