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res tu liegt das grosse Dorf Tüma mit einer Moschee und einem
Minarete. Zwei Stunden weiter g'egen Osten an der Strasse hinauf
liegt zur rechten Seite derselben das Dorf Rihän (OL^j) das
bei achthundert Einwohnern haben mag und wo einige Palmen zu
bemerken sind, die sonst um Damaskus herum ziemlich selten sind
Etwas oberhalb Rihan liegt das grosse Derf A’dra alle
Häuser sind aus Lehm gebaut, nahe bei dem Dorfe sind grosse
Tümpel stehenden Wassers, dessen Dünste die Luft fieberhaft
machen, und worin unzählige Frösche sich aufhalten. Der Wasserreichthum
hier so wie in der ganzen Ghüta, d. i. der Ebene von
Damaskus, ist ausserordentlich, und würde einen hohen Aufschwung
des Ackerbaues zulassen. Die Bewohner des Dorfes bauen ausschliesslich
Korn und Gerste, Obst- und Weingärten gibt es hier nicht.
Die Bauern des Dorfes sagten, sie könnten Obst- und Weinzucht
nicht treiben wegen der lästigen Nähe des wandernden Stammes
der A'gedat-Araber (Ol-A-iff), die das Obst so wie die Weintrauben
als gute Beute ansehen würden. Die Bewohner dieses Dorfes
sind durch Futterungen und Vorspann, die sie den nach Haleb und
von dort nach Damaskus ziehenden Truppen zu leisten haben, hart
mitgenommen, desshalb auch sehr ungastlich, so dass sie dem Reisenden
selbst gegen Bezahlung nur ungern Lebensmittel und Futter
für die Pferde liefern. Oberhalb A’dra wendet sich das Gebirge, das
bisher nordöstlich von der Strasse parallel mit dieser hinlief, ostwärts,
und bildet die eine Seite des Thaies von Dfcheirüd. An einem
verfallenen Chan vorbei und einer Kuppel, die Kubbet-el-A’fsäfir,
d. i. Kuppel der Sperlinge heisst, führt die Strasse hier in einen
Boghaf oder Engpass durch das Gebirge, das desshalb den Namen
Dfchebel-el-Boghaf führt. In diesem Engpässe sind zur Bequemlichkeit
der Karawanen von Stelle zu Stelle Brunnen gegraben. Zwei
Stunden lang führt die Strasse in nordöstlicher Richtung durch das
Gebirge und mündethieraufin das schöne Thal von Dfcheirüd. Dieses
Thal zieht sich in nordöstlicher Richtung hin in einer Länge von
zehn Stunden, wo sich dann die Gebirge verengen und das
Thal allmälig zu einer Hochebene hinaufsteigt, die als Anfang
der grossen syrischen Wüste zu betrachten ist, wo 15 Stunden
östlich von Dfcheirüd das Dorf Korietein liegt. Tritt mau
aus dem so eben besprochenen Boghaf heraus, so sieht man