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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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res  tu  liegt  das  grosse  Dorf  Tüma  mit  einer  Moschee  und  einem
Minarete.  Zwei  Stunden  weiter  g'egen  Osten  an  der  Strasse  hinauf
liegt  zur  rechten  Seite  derselben  das  Dorf  Rihän  (OL^j)  das
bei  achthundert  Einwohnern  haben  mag  und  wo  einige  Palmen  zu
bemerken  sind,  die  sonst  um  Damaskus  herum  ziemlich  selten  sind
Etwas  oberhalb  Rihan  liegt  das  grosse  Derf  A’dra  alle
Häuser  sind  aus  Lehm  gebaut,  nahe  bei  dem  Dorfe  sind  grosse
Tümpel  stehenden  Wassers,  dessen  Dünste  die  Luft  fieberhaft
machen,  und  worin  unzählige  Frösche  sich  aufhalten.  Der  Wasserreichthum ­
  hier  so  wie  in  der  ganzen  Ghüta,  d.  i.  der  Ebene  von
Damaskus,  ist  ausserordentlich,  und  würde  einen  hohen  Aufschwung
des  Ackerbaues  zulassen.  Die  Bewohner  des  Dorfes  bauen  ausschliesslich ­
  Korn  und  Gerste,  Obst-  und  Weingärten  gibt  es  hier  nicht.
Die  Bauern  des  Dorfes  sagten,  sie  könnten  Obst-  und  Weinzucht
nicht  treiben  wegen  der  lästigen  Nähe  des  wandernden  Stammes
der  A'gedat-Araber  (Ol-A-iff),  die  das  Obst  so  wie  die  Weintrauben ­
  als  gute  Beute  ansehen  würden.  Die  Bewohner  dieses  Dorfes
sind  durch  Futterungen  und  Vorspann,  die  sie  den  nach  Haleb  und
von  dort  nach  Damaskus  ziehenden  Truppen  zu  leisten  haben,  hart
mitgenommen,  desshalb  auch  sehr  ungastlich,  so  dass  sie  dem  Reisenden ­
  selbst  gegen  Bezahlung  nur  ungern  Lebensmittel  und  Futter
für  die  Pferde  liefern.  Oberhalb  A’dra  wendet  sich  das  Gebirge,  das
bisher  nordöstlich  von  der  Strasse  parallel  mit  dieser  hinlief,  ostwärts, ­
  und  bildet  die  eine  Seite  des  Thaies  von  Dfcheirüd.  An  einem
verfallenen  Chan  vorbei  und  einer  Kuppel,  die  Kubbet-el-A’fsäfir,
d.  i.  Kuppel  der  Sperlinge  heisst,  führt  die  Strasse  hier  in  einen
Boghaf  oder  Engpass  durch  das  Gebirge,  das  desshalb  den  Namen
Dfchebel-el-Boghaf  führt.  In  diesem  Engpässe  sind  zur  Bequemlichkeit ­
  der  Karawanen  von  Stelle  zu  Stelle  Brunnen  gegraben.  Zwei
Stunden  lang  führt  die  Strasse  in  nordöstlicher  Richtung  durch  das
Gebirge  und  mündethieraufin  das  schöne  Thal  von  Dfcheirüd.  Dieses
Thal  zieht  sich  in  nordöstlicher  Richtung  hin  in  einer  Länge  von
zehn  Stunden,  wo  sich  dann  die  Gebirge  verengen  und  das
Thal  allmälig  zu  einer  Hochebene  hinaufsteigt,  die  als  Anfang
der  grossen  syrischen  Wüste  zu  betrachten  ist,  wo  15  Stunden ­
  östlich  von  Dfcheirüd  das  Dorf  Korietein  liegt.  Tritt  mau
aus  dem  so  eben  besprochenen  Boghaf  heraus,  so  sieht  man
            
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