Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

84

ertappt  ward,  wurde  mit  schmutzigem  Wasser  bespritzt  und  mit
Matten  geschlagen.
Diese  Sitte  am  Tage  des  Nauruf,  sich  mit  Wasser  zu  bespritzen ­
  und  mit  Matten  zu  schlagen  und  ähnlichen  Unfug  zu
treiben,  bestand  fort  bis  zum  Jahre  7S7.  Damals  war  Sahir  Barkuk,
  grosser  Emir,  noch  bevor  er  Sultan  ward.  Er  gab  sich
grosse  Mühe,  diesen  Missbrauch  abzuschaffen  und  verbot  diesen
Unfu<r  unter  Strafe  des  Erhenkens,  ein  Herold  rief  das  Verbot
dessen  was,  wie  wir  sagten  Brauch  war,  aus.  Eine  Anzahl  Trabanten ­
  wurde  in  den  Strassen  aufgestellt,  von  welchen  die  Leute
mit  Stockhieben  vertrieben  wurden.  Seit  dieser  Zeit  hörten  die
Leute  auf,  diesen  Unfug  am  Naurüfzu  begehen,  statt  dessen  trieben ­
  sie  in  den  Canälen  und  Wasserbecken  allerlei  Kurzweil.  Am
Tage  des  Naurüf  wurden  in  Kairo  die  Bazare  geschlossen,  nichts
verkauft,  und  an  diesem  Tage  war  das  Volk  so  ausgelassen,  dass
oft  zwei  oder  drei  Personen  getödtet  wurden  oder  mehr,  bis  diess
zur  Zeit  des  Melik-of-Sähir  Barkük  abgeschafft  ward.

Die  diesem  Berichte  beiliegende  Zeichnung  Taf.  I  gibt  eine  Skizze  des  vordem
Thore  der  grossen  Moschee,  Bab-  ei  -  Berid,  befindlichen  römischen  Triumphbogens. ­


ii.
Notizen,  gesammelt  auf  einem  Aus  finge  nach
P  a  1  m  y  r  a.
Von  dem  Thore  Bäb-Tüma,  d.  i.  dem  Thomasthore  von  Damaskus, ­
  führt  ein  breiter  gepflasterter  Weg,  Derb-es-Sultäni  oder  kurzweg ­
  Sultäni  genannt,  aus  der  Stadt  hinaus.  Diese  Strasse  ist  der
grosse  Handelsweg,  auf  dem  alle  Waaren  vonDamaskus  nachHomss,
Hamät  und  Haleb  gehen.  Ganz  nahe  vor  dem  Bäb  Tuma  läuft  die
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.