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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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I  ^alisl),  bahtrische  Weintrauben,  eingemachte  Quitten
^"0  dar;  ferner  machte  man  an  diesem  Tage
Kessel  voll  Herise  die  aus  dem  Fleische  der  Hühner,  Schafe,
Ochsen  bereitet  wird,  von  jeder  Art  einen  Kessel  voll,  dazu  Lederflaschen ­
  voll  Rosenwasser  cjiU-Uakj  und  dergleichen  mehr.
Der  Kädhi  A’bd-er-Rahim-el-fädhil  sagt  in  den  Ereignissen
des  Jahres  580:  Am  Tage  des  Naurüf,  d.  i.  im  Neumond  des  Monates ­
  Tut,  welches  das  erste  des  koptischen  Jahres  ist,  war  eines
der  grössten  Feste  in  Aegypten,  an  welchem  die  Aegypter  sich
dem  Vergnügen,  der  Ausgelassenheit,  dem  Genüsse  verbotener
Dinge  und  allem  Unfuge  über  Mass  ergaben.  An  diesem  Tage
pflegte  einer  der  Ausgelassenen  herumzureiten,  der  Emir-en-Nauruf
  genannt  wurde  und  um  den  sich  eine  grosse  Menge  Volkes  als
Wache  versammelte;  diese  begaben  sich  in  die  Häuser  der  Grossen ­
  und  Würdenträger.  Der  Emir  -en-  Naurüf  pflegte  ihnen  nach
seinem  Belieben  eine  gewisse  Summe  aufzuerlegen,  die  sie  zahlen
mussten,  wer  nicht  zahlen  wollte,  den  schmähten  und  beschimpften ­
  sie  auf  unverschämte  Weise,  und  gingen  nicht  von  seinem  Tliore
fort  als  bis  sie  von  ihm  für  jedes  Jahr  die  ihm  auferlegte  Summe
erhalten  hatten.  Die  Chalifen  pflegten  sich  unterhalb  dem  Schlosse
Kafsr-el-Tülu,  d.  i.  Schloss  der  Perlen,  das  die  Aussicht  auf  den
häkimiitschen  Canal  bat,  zu  versammeln,  wo  die  Leute  sie  sehen
konnten;  diese  hielten  in  den  Händen  Cithern,  sangen  dazu,  tranken ­
  Wein  und  Bier  Qj*)  * n  grosser  Menge.  An  diesem  Tage
war  ihnen  dieses  keineswegs  verboten,  sie  bespritzten  sich  gegenseitig ­
  mit  Wasser,  Wein  und  Unflath,  und  wenn  einer  der  Grossen ­
  sein  Haus  an  diesem  Tage  verliess,  fielen  sie  über  ihn  her,
verdarben  seine  Kleider,  missachteten  sein  Ansehen,  bis  er  sich
von  ihnen  durch  etwas  loskaufte,  sonst  beschimpften  sie  ihn;  so
trieben  sie  es  den  ganzen  Tag  mit  Anspritzen  mit  Wasser  und  Beschmutzung ­
  der  Kleider  der  Leute.
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Der  Kädhi  Abd-er-Rahim  -el-fädhil  berichtet  ferner  unter
den  Ereignissen  des  Jahres  5J2  Folgendes:  Am  Tage  des  Naurüf
ward  nach  altem  Brauch  der  Unfug  mit  Bewerfen  mit  Eiern  und
dem  Schlagen  mit  Matten  erneuert,  und  die  Leute  wurden  an  diesem ­
  Tage  am  Ausgehen  aus  ihren  Häusern  verhindert;  jeder  der
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