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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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einem  Fenster  des  Klosters  hinaus  zu  stecken,  und  der  Kranke,  auf
den  sein  Blick  fiel,  war  geheilt.  Dieses  Kloster  ist  im  Districte
von  Zorns,  nahe  dabei  ward  der  Beherrscher  der  Gläubigen  O’mer
Ben  A’hd-al-A’sis  begraben.
D  eir  Tür  Sinä  (\LmjAo  yS)  ist  auf  dem  Berge,  wo  sich  das
Feuer  dem  Moses  zeigte  und  wo  er  anbetend  niederfiel  ;  man
sagt,  wer  zur  Zeit  der  Pest  in  diesem  Kloster,  das  auf  dem  Berge
Tür  ist,  sich  aufhält,  den  trifft  diese  Krankheit  nicht.  Dieses  Kloster ­
  ist  aus  schwarzen  Steinen  aufgebaut  und  das  Gebet  daselbst
ist  erhört.  Dort  ist  eine  Kuppel,  an  dieser  Stelle  soll  Moses
gestanden  sein,  als  er  sich  mit  Gott  besprach.
Deir-en-Nihjäin  Dschise  ist  eines  der  schönsten  Klöster,
so  wie  eines  der  angenehmsten;  wenn  der  Nil  steigt,  so  hat  man
von  da  einen  herrlichen  Anblick,  das  Wasser  umgibt  es  von  allen
Seiten.  Daselbst  ist  ein  Canal,  wo  sich  die  Fische  und  (Wasser-)
Vögel  ansammeln.  Dieses  Kloster  ist  von  Mönchen  bewohnt,  die
dort  immer  verbleiben.
D  eir  Schär  an,  ein  altes  Kloster  mit  immer  dort  wohnenden ­
  Mönchen.
Deir-el-Baghl  unter  dem  Berge  Dschebel  -  ei  Mokattara
gegenüber  Zürä;  daselbst  sind  merkwürdige  Bildnereien  ,  es  ist
ein  altes  Kloster,  hier  wohnen  stets  Mönche.
Deir-et-Tin  in  Aegypten  am  Ufer  des  Nil,  eines  der  alten ­
  Klöster  Aegyptens.
D  eir  B  erssümä,  im  Lande  der  Griechen,  ein  Berg,  der
von  den  Griechen  hochgeehrt  wird.  Sie  sagen,  Berssümä  sei  einer
der  Apostel  gewesen;  daselbst  wohnen  Mönche,  und  dahin  werden ­
  fromme  Gaben  aus  allen  griechischen  Landen  geschickt,
sowie  aus  Diärbekir,  Syrien  und  andern  Ländern.
D  eir-el-Ch  anäfis  (^slsU  y  j>),  östlich  vom  Lande  der
Griechen.  An  einem  den  Leuten  bekannten  Tage  des  Jahres
bedeckt  sich  die  ganze  Erde  des  Klosters  mit  Käfern  ( (Jr _sUi.)
die  dem  Holzwurme  gleichen,  so  dass  die  Leute  wegen  ihrer
Menge  auf  ihnen  zu  gehen  genöthigt  sind;  nach  diesem  Tage
sieht  man  keinen  einzigen  mehr  von  diesen  Käfern;  einige  Leute
thaten  solche  Käfer  in  Flaschen  und  siegelten  sie  mit  Wachs  zu;
als  der  Tag  um  war,  fand  man  nichts  mehr  darin.  Der  Kunden
Sitzb.  d.  philos.  his  tor.  CI.  Jahrg.  1850.  II.  Bd.  I.  Heft.  6
            
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