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Erlaubnis des Sultans. S6 war die Anordnung der Postpferde im
Jahre G59 beschaffen. Die Strasse von Damaskus war bewohnt,
so dass man bei jeder Poststation alles was der Reisende an
Proviant, Fütterungen u. dergl. brauchte, vorfand, eine Frau
konnte allein von Kairo nach Damaskus, ohne Wasser und Proviant
mitzunehmen, reisen. So blieb es bis Timurlenk Damaskus eroberte
und, wie bekannt, verwüstete, da geriethen auch die Poststationen
in Verfall und der Weg von Damaskus ward sehr unsicher.
Diess geschah im Jahre 803.
2. Deber die Klöster.
D e ir-e 1-D s chüd i ist ein Kloster, erbaut auf dem Berge
Dschüdi an der Stelle wo das Schiff Noah’s sitzen blieb; es ist
ein Kloster von alter Bauart, auf dem Gipfel des Berges Dschüdi,
das Gebet daselbst wird erhört.
D eir Säid, westlich von Mossul, jst ein schön gebautes Kloster
an einem lieblichen Orte, wo viele Bäume und Blumen, mit
weitem Gebiete, das sich im Frühling in Saatenfluren und Blumen
kleidet, in diesem Kloster wird man nie von Scorpionen
gestochen.
Deir Mettä ( J>) auf einem hohen Berge ist östlich
von Mossul, es ist von wunderbarer Bauart und die meisten Zimmer
sind in die Felsen gehöhlt, daselbst sind bei 100 Mönche, die
nichts als Linsen essen, je sieben Mönche wohnen gemeinschaftlich
in einer und derselben gehöhlten Stube.
Deir-el-Kajära ^o) in der Nähe von Mossul,
auf der westlichen Seite nahe am Tigris; unterhalb dieses Klosters
quellen heisse Quellen auf, dieses Wasser ergiest sich in
den Tigris und zugleich mit dem Wasser quillt Erdpech auf,
wenn dieses Wasser sich zertheilt und abkühlt, so trocknet es
ein, und wird in alle Lande verführt.
Deir Hiskiäl jS), zwischen Bassra und Medinet- el
A’sker, nach Hiskil, dem Propheten benannt, ist der Ort, wo
diejenigen sich hin begaben, von denen es im Koran heisst: „Oder
sind sie nicht die, welehe aus ihren Landen zogen zu Tausenden
aus Furcht vor dem Tode.” Es waren ihrer zwölftausend
oder noch mehr.