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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Mesälik  :  Der  Weg,  der  von  Kairo  nach  Damaskus  führte,  war
ein  anderer  als  der  jetzige.  Der  Reisende  zog  von  Bilbeis  nach
Fermä,  in  dem  Gebiete,  das  jetzt  Biläd-es-Sibäc  h  LJI
genannt  wird,  im  Lande  Dschauf  von  Fermä,  das
nahe  bei  Kutajä  (Üa.s),  nach  Omm  -  el  -  Arab,  d.  i.  Mutter  der
Araber,  einem  verödeten  Orte  am  Ufer  des  Meeres  zwischen
Kutajä  und  el-Waräde  (äjlj^ll)  gelegen.  Einige  versichern,
dass  man  in  den  Schutthaufen,  die  daselbst  sind,  noch  jetzt  Geldstücke ­
  von  reinem  Silber  findet.  Als  die  Franken  aus  dem  Geschlechte
  der  Beni’l  -  Assfar  kamen,  erlitten  die  Bewohner  dieser
Gegend  grossen  Schaden  von  ihnen,  und  dieselben  überfielen  jeden,
der  ihnen  auf  dem  Wege  zu  Gesicht  kam,  bemächtigten  sich  Jerusalems ­
  und  entrissen  es  den  Moslimen;  diess  geschah  unter  der
Herrschaft  der  Fatimiden  im  Jahre  490.  Der  König  en-Nässir
Ssaläh-od-Din  Jusüf  Ben  Ejjüb  zog  den  Franken  entgegen,  bekriegte ­
  sie  aufs  heftigste,  befreite  Jerusalem  von  fränkischer  Herrschaft, ­
  im  Jahre  583,  nachdem  Jerusalem  nach  der  Eroberung  durch
die  Franken  lange  im  Besitze  derselben  geblieben  w r ar.  Er  eroberte ­
  auch  einen  Theil  der  Küstenstriche;  von  dieser  Zeit  an
ward  der  Weg  betreten,  bis  zur  Herrschaft  des  Melik-oss-Sfälich-Nidschm-od-Din
  Ibn  el-Melik-el-Kämil  Mohammed  Ben-el-Ädil.
Dieser  baute  in  dem  Gebiete  Ardh-es-Sibach  eine  Stadt  und  nannte
sie  Sfälihije  im  Jahre  644.  Unter  der  Herrschaft  des  Melik-of-Sähir
  Beibers-el-Bondukdäri  wurden  an  allen  Wegen  Postpferde
aufgestellt,  so  dass  die  Nachrichten  aus  Damaskus  in  vier  Tagen
nach  dem  Schlosse  von  Kairo  iuiä)  kamen  und  ebenso  schnell
nach  Damaskus  zurückgebracht  wurden,  die  Nachrichten  aus  den
nördlich  (von  Aegypten)  gelegenen  Ländern  kamen  jede  Woche
zweimal  an,  er  gab  für  diesen  Zweck  grosse  Summen  Geldes  aus,
bis  er  endlich  seinen  Wunsch  der  Anordnung  von  Pferdeposten  erfüllt ­
  sah,  diese  blieben  zwischen  Kairo  und  Damaskus  im  Gebrauche, ­
  es  waren  der  Länge  des  Weges  gemäss  in  gewissen  Entfernungen ­
  Anhaltspunkte,  wo  sich  die  Postpferde  vorfanden,  ebenso ­
  wie  Männer,  die  Sawäkin  d.i.Treiber,  genannt  wurden, ­
  Niemand  durfte  ein  Postpferd  reiten  ausser  mit  besonderer
            
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