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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Verfasser  der  Merassid  weniger  ein  Auszug  als  vielmehr  eine
mannigfach  verbesserte  Abkürzung  des  grossen  Werkes  Jäküls
vorschwebt.  Den  hohen  Werth  dieses  Werkes  hat  schon  der  grosse
Geograph  Ritter  anerkannt,  der  dasselbe  bei  Ausarbeitung
seiner  Erdkunde  Arabiens  im  dreizehnten  Theile  nach  Freiherrn ­
  von  Ham  m  e  r  -  Pu  r  gstall’s  in  den  Wiener  Jahrbüchern ­
  der  Literatur  gegebenen  Auszügen  benützte  und  dazu
bemerkt,  es  komme  dadurch  in  den  leeren  Raum  der  Karten
des  wüsten  Arabiens  eine  ganze  neue  Strasse  mit  vielen  Stationen ­
  zum  Vorscheine,  die  bisher  noch  von  keinem  europäischen ­
  Reisenden  betreten  wurde.
Eine  ähnliche  neue  Reiseroute  enthält  das  zweite  Werk:
des  Nesclik-el-Eshär  fi  Adschaib  -  el-Akthar  unter  dem  Artikel
der  Wüste  von  Aidäb  welcher  ebenso  wie  alles  in
diesem  Werke  über  die  alte  Poststrasse  zwischen  Kairo  und  Damaskus ­
  Gesagte  in  Übersetzung  vorliegt.  Dieses  Werk,  dessen
Titel  soviel  bedeutet  als:  Blumenduft  über  die  Wunder
der  Länder,  hat  zum  Verfasser  den  Geschichtsschreiber  Shemsed-Din
  Mohammed  Ibn  Ahmed  Ihn  Ajas  el-hanefi 1 );
sein  Werk  ist  zwar  ohne  System  geschrieben  und  alles  durcheinander ­
  geworfen,  allein  dessenungeachtet  enthält  es  einige  schätzbare
Angaben  und  ist  umso  mehr  zu  beachten,  als  dem  Verfasser
das  grosse  Werk  des  Ibn  Bekr  Behräm  ed-Dimeschki  d.  i.  des
Damasceners,  betitelt:  Dschographia  kebir  oder  grosse  Geographie ­
  zu  Gebote  stand.  Der  Verfasser  des  Neschk-el  Eshär
starb  im  Jahre  922.  Aus  diesem  liegen  Auszüge  bei,  worin  über
den  alten  Weg  von  Kairo  nach  Damaskus,  über  die  Klöster  und  über
das  Naurus-Fest,  d.  i.  das  Frühlingsfest,  gehandelt  wird.  Folgendes
ist  die  Eiutheilung  dieses  Werkes.  Es  beginnt  mit  einigen  astronomischen ­
  Betrachtungen  über  die  Weltgegenden,  die  Erde,  den  Mond,
die  Sonne,  über  die  Eintheilung  der  Erde  in  sieben  Zonen.  Die
Erdbeschreibung  beginnt  mit  dem  Maghrib  d.  i.  den  gegen  Untergang ­
  gelegenen  Ländern,  oder  specieller  den  an  der  westlichen
und  nördlichen  Küste  von  Afrika  gelegenen  Ländern,  auf  diese
*)  Schon  bekannt  durch  die  von  Langles  im  VIII.  Bande  der  Notices  et
extraits  des  manuscrits  de  la  bibliotheque  imperiale  gegebenen  Auszüge.
A.  d.  K.
            
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