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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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el-boldän  auf  Geographie  Bezügliche  heraushebt,  und  nur  das
wegliess,  was  zu  anderen  Wissenschaften  zu  gehören  schien:
denn  der  Modschim-el-boldän  scheint  nicht  blos  geographischen
sondern  eben  so  sehr  historischen  Inhaltes  zu  sein,  wie  mir
auch  ein  Scheich  aus  Baghdäd  ,  der  daselbst  den  Modschim-el
boldan  gesehen  hatte,  versicherte.  Diess  wird  auch  durch  die
Vorrede  des  Auszuges  bestätigt,  wo  der  Verfasser  sagt:  Der
Zweck  bei  der  Verfassung  von  Büchern  ist  die  Erklärung  einer
dadurch  angestrebten  Wissenschaft;  es  ist  daher  unpassend,  etwas
anderes,  was  zu  einer  anderen  Wissenschaft  gehört,  hinein  zu
mengen,  damit  nicht  die  Auffassungskraft  getheilt  werde,  die
Länge  des  Buches  vom  Studium  abhalte,  dass  es  zum  Ekel
werde,  dasselbe  anzuhören,  und  es  wegen  seines  Umfanges  weder ­
  abgeschrieben  noch  angekauft  werden  könne.  Diess  ist  aber
der  Fall  mit  dem  Buche,  das  den  Titel  Mödschim  -  el-boldan
führt:  denn  das  angestrebte  Ziel  ist  die  Kenntniss  der  Namen
der  Oerter  und  Gegenden,  die  sich  im  bewohnten  Viertel  der  Erde
vorfinden  und  in  der  Geschichte  oder  in  Gedichten  angeführt
werden,  nebst  der  Erklärung,  in  welcher  Gegend  der  Erde  sie
liegen  und  an  welchen  Stellen  eines  Gebietes;  alles  was  ausser
dem  gesagt  wird,  ist  überflüssig  und  ist  zu  dem  angestrebten
Zwecke  nicht  nothwendig,  und  selbst  wenn  darin  wissenschaftlicher ­
  Werth  läge,  so  ist  es  doch  nicht  zu  dem  Vorgesetzten
Zwecke  gehörig,  wie  zum  Beispiele  die  Ableitungen,  die  er  (d.  i.
der  Verfasser  des  Modschim-el-boldän)  bei  vielen  Namen,  arabischen ­
  sowohl  als  ausländischen  anführt,  wovon  bei  den  meisten
man  sogleich  weiss,  dass  beim  Ursprung  der  Benennung  der
Name  keineswegs  von  dem  abgeleitet  sei,  um  bei  Benennung
des  Ortes  demselben  als  Merkmahl  zu  dienen:  denn  ein  Name
ist  nie  als  abgeleitet  anzusehen,  wenn  nicht  der  Name  ein  Merkmahl ­
  angibt,  das  anzeigt,  dass  sich  dasselbe  an  dem  sogenannten
Orte  vorfindet,  wie  z.  B.  der  Prophet  die  Stadt  MedinetTajibe,
d.  i.  die  Gute  nannte,  wegen  der  Güte  und  Vortrefflichkeit,  und
den  Namen  Jatreb  nicht  liebte,  weil  er  dabei  an  Tetrib  yG
d.  i.  Verderben  dachte.  Im  Modschim-el-boldän  sind  ausländische ­
  Wörter  ,  von  denen  man  sogleich  weiss,  dass  sie  nicht  auf
die  Art  wie  die  arabischen  abgeleitet  werden  und  wo  nur  die  Ableitung ­
  vom  Worte  nicht  aber  durch  Beziehung  auf  das,  wonach
            
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